Coronavirus-​Verdachtsfälle im Rhein-​Kreis Neuss

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Im Rhein-​Kreis Neuss gibt es aktu­ell meh­rere begrün­dete Verdachtsfälle auf das Coronavirus. Bei kei­ner der Personen zei­gen sich bis­lang Krankheitssymptome. Infektionen mit dem Coronavirus sind im Kreisgebiet wei­ter keine bekannt.

Eine vier­köp­fige Familie aus Grevenbroich-​Hülchrath hatte an Rosenmontag auf einer Familienfeier Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infi­zier­ten Person. Die Familie wurde durch die Stadt Grevenbroich auf Empfehlung des Kreis-​Gesundheitsamtes bis zum Ablauf der 14-​tägigen Inkubationszeit am 9. März unter Quarantäne gesetzt.

Ein Kind der Familie besucht das Norbert-​Gymnasium Knechtsteden. Die Klasse des Kindes und die Lehrer, die dort seit Rosenmontag unter­rich­tet haben, wur­den durch die Schulleitung auf Empfehlung des Kreis-​Gesundheitsamtes bereits eben­falls bis zum 9. März vom Unterricht befreit. Das zweite Kind besucht die Kindertagesstätte Spatzennest in Grevenbroich-​Hülchrath. Die Einrichtung wurde durch die Stadt Grevenbroich auf Empfehlung des Kreis-​Gesundheitsamtes bis zum 9. März geschlossen.

Die betrof­fe­nen Schüler und Kinder sol­len mög­lichst zu Hause blei­ben und Kontakt zu wei­te­ren Personen mei­den. Die Familie wird durch das Kreis-​Gesundheitsamt täg­lich zum Auftreten von Symptomen befragt. Ein Test, ob eine Infizierung mit dem Coronavirus erfolgt ist, wurde durch­ge­führt. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

Eine vier­köp­fige Familie in Meerbusch wurde durch den Kreis Wesel bis zum 10. März unter Quarantäne gesetzt.

Je ein wei­te­rer Bürger aus Grevenbroich, Kaarst, Korschenbroich und Neuss hat­ten Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infi­zier­ten Mann aus Mönchengladbach. Diese wur­den durch die Städte auf Empfehlung des Kreisgesundheitsamtes unter Quarantäne gesetzt.

Auch diese Personen wer­den täg­lich zum Auftreten von Symptomen befragt. Alle durch das Kreis-​Gesundheitsamt emp­foh­le­nen Maßnahmen rich­ten sich nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Das Robert-​Koch-​Institut schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wei­ter als gering bis mäßig ein. Für die meis­ten jun­gen Menschen oder Menschen im mitt­le­ren Alter ist das Virus laut Gesundheitsexperten nicht lebens­ge­fähr­lich, wenn sie grund­sätz­lich gesund sind. Die meis­ten Erkrankten zei­gen ver­mut­lich nur einen Infekt der obe­ren Atemwege, also erkäl­tungs­ähn­li­che Symptome. Bei den bis­her gut doku­men­tier­ten Fällen aller­dings weiß man: Gefährlich ist das Coronavirus für ältere Menschen und die mit Vorerkrankungen. Es gibt (bis­her) kaum schwere Verläufe bei Kindern und Jugendlichen, und Männer sind ein wenig stär­ker betrof­fen als Frauen.

Umfangreiche Informationen zum Coronavirus fin­den sich auf der Homepage des Robert-​Koch-​Institutes: https://​www​.rki​.de/​S​h​a​r​e​d​D​o​c​s​/​F​A​Q​/​N​C​O​V​2​0​1​9​/​F​A​Q​_​L​i​s​t​e​.​h​tml.

Für wich­tige Fragen hat das Kreis-​Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/​601‑7777 eine auch am Wochenende besetzte Hotline ein­ge­rich­tet. Diese mon­tags – frei­tags von 8 – 18 Uhr sowie sams­tags und sonn­tags von 9 – 18 Uhr erreichbar.

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