Masernschutzgesetz tritt bun­des­weit in Kraft

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Am 1. März 2020 tritt bun­des­weit das Masernschutzgesetz in Kraft. Kinder und Jugendliche, die in Gemeinschaftseinrichtungen betreut wer­den, müs­sen künf­tig einen Nachweis über einen aus­rei­chen­den Masernschutz erbrin­gen. Dasselbe gilt für Mitarbeitende in den Einrichtungen.

Masern sind hoch anste­ckend und kön­nen bei Kindern und Erwachsenen schwer­wie­gende gesund­heit­li­che Folgen haben. Mit dem Masernschutzgesetz sol­len ins­be­son­dere Schul- und Kindergartenkinder bes­ser gegen Masern geschützt wer­den. Künftig müs­sen alle Kinder ab dem voll­ende­ten ers­ten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten einen Nachweis über einen aus­rei­chen­den Masernschutz erbringen.

Dies kann durch die Vorlage des Impfpasses erfol­gen oder mit einem Nachweis, dass die Masernerkrankung durch­ge­macht wurde. Gleiches gilt für Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber unter­ge­bracht sind, sowie für Mitarbeitende in Gemeinschaftseinrichtungen wie zum Beispiel Erzieher, Lehrer, Ärzte oder Pflegepersonal, wenn die Personen nach 1970 gebo­ren wurden. 

Diese Regelung betrifft ab dem 1. März 2020 alle Neuaufnahmen und Neutätigen in den genann­ten Einrichtungen. Alle zu die­sem Zeitpunkt bereits Betreuten bzw. Tätigen müs­sen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 vor­le­gen. Nach Ablauf die­ser Frist kann das Gesundheitsamt im Einzelfall ent­schei­den, ob Tätigkeits- oder Betreuungsverbote ‑außer bei schul­pflich­ti­gen Personen- aus­ge­spro­chen werden.

Die betrof­fe­nen Personen müs­sen der Leitung der jewei­li­gen Einrichtung einen ent­spre­chen­den Nachweis vor­le­gen. Bei min­der­jäh­ri­gen Personen müs­sen die Sorgeberechtigten den Nachweis erbrin­gen. Wird der Nachweis nicht vor­ge­legt, kann die Person nicht in der Einrichtung tätig wer­den oder dort betreut wer­den. Das gilt jedoch nicht für Personen, die einer gesetz­li­chen Schulpflicht unterliegen.

Wer seine Kinder in einer Gemeinschaftseinrichtung trotz­dem ohne Nachweis über den Masernimpfschutz betreuen las­sen möchte, dort tätig ist, die Betreuung oder Tätigkeit zulässt, oder in einer Gesundheitseinrichtung arbei­tet, begeht künf­tig eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße belegt wer­den kann. 

Weitere Informationen und häu­fig gestellte Fragen zum Masernschutzgesetz sind unter www​.bun​des​ge​sund​heits​mi​nis​te​rium​.de/​i​m​p​f​p​f​l​i​cht erhältlich.

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