Stadtverwaltung: Hunde bitte anleinen

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Spaziergänge in der freien Landschaft sind für Hund und Frauchen/​Herrchen ein Genuss. Problematisch wird es nur, wenn der vier­bei­nige Freund von der Leine gelas­sen wird.

In der Regel ist den Hundehaltern nicht bewusst, wel­che Störungen frei­lau­fende Hunde her­vor­ru­fen kön­nen, denn nicht alle auf­ge­scheuch­ten Wildtiere machen sich durch lau­ten Protest bemerk­bar. Dies gilt vor allem in den Setz- oder Brutzeiten im Frühjahr und Sommer. Daneben sollte auch beach­tet wer­den, dass sie nicht in die Ackerflächen und Weiden lau­fen, da hier­durch erheb­li­che Fruchtschäden ent­ste­hen können.

Besonders in den natur­na­hen Bereichen der Stadt Jüchen wie z.B. ent­lang der rena­tu­rier­ten Abschnitte des Jüchener Baches bei Bedburdyck, zwi­schen Jüchen und Garzweiler oder dem Grüngürtel bei Otzenrath konnte in der Vergangenheit wie­der­holt beob­ach­tet wer­den, dass nicht ange­leinte Hunde die Vögel bei ihren Brutgeschäften stö­ren und selbst auf den Wasserflächen ihrem Jagdinstinkt freien Lauf lassen.

Zwar schreibt das Hundegesetz des Landes NRW (LHundG) außer­halb der im Zusammenhang bebau­ten Ortsteile kei­nen Leinenzwang vor, jedoch sind Hunde so zu hal­ten, zu füh­ren und zu beauf­sich­ti­gen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.

Auch ist es nach dem Landschaftsgesetz des Landes Nordrhein-​Westfalen ver­bo­ten, wild­le­bende Tiere mut­wil­lig zu beun­ru­hi­gen oder ohne ver­nünf­ti­gen Grund zu fan­gen, zu ver­let­zen oder zu töten sowie deren Lebensstätten zu beein­träch­ti­gen oder zu zer­stö­ren. Zusätzliche Vorschriften ver­bie­ten Maßnahmen und Handlungen, die zu einer erheb­li­chen oder nach­hal­ti­gen Beeinträchtigung oder zu einer Zerstörung von natür­li­chen oder natur­na­hen unver­bau­ten Bereichen flie­ßen­der oder ste­hen­der Gewässer ein­schließ­lich ihrer Ufer und der dazu­ge­hö­ri­gen Vegetation füh­ren können.

Die Stadt Jüchen appel­liert ein­dring­lich an alle Hundehalter, ins­be­son­dere in den Landschaftsschutzgebieten am Jüchener Bach und sei­nen Zuläufen die Hunde anzu­lei­nen, damit die Rückzugsräume für Wildtiere und Wildpflanzen in den emp­find­li­chen Uferzonen unge­stört blei­ben. Somit kann jeder ein­sich­tige Hundefreund einen Beitrag zum Schutz unse­rer hei­mi­schen Tier- und Pflanzenwelt leis­ten und dar­über hin­aus ande­ren Besuchern einen unge­stör­ten Spaziergang ermöglichen.

Wer gegen die Anleinpflicht inner­halb bebau­ter Flächen, in Anlagen und auf Straßen ver­stößt, der begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Verwarnungsgeld oder einem Bußgeld geahn­det wer­den kann. Außerdem kann bei Hunden, die gezeigt haben, dass sie unkon­trol­liert Wild, Vieh, Katzen oder andere Tiere het­zen, bei­ßen oder rei­ßen eine gene­relle Maulkorb- und Leinenpflicht ange­ord­net werde.

Nähere Auskunft zur Hundehaltung erteilt Christian Jäger vom Ordnungsamt der Stadt Jüchen unter der Telefonnummer 02165 /​915 – 3203.

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