IHK warnt vor dubio­sen Anschreiben

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – (IHK) Bei zahl­rei­chen Unternehmen sind Mails einer „Organisation Transparenzregister e.V.“ aus Plauen mit dem Betreff „Zahlungsaufforderung – Verstoß gegen das Geldwäschegesetz“ eingegangen. 

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein weist dar­auf hin, dass die­ser e.V. nichts mit dem offi­zi­el­len Transparenzregister zu tun hat, das der Gesetzgeber im Zuge des Geldwäschegesetzes (GWG) ein­ge­rich­tet hat. Die Unternehmen wer­den in den Mails auf­ge­for­dert, sich bin­nen zehn Tagen beim Transparenzregister zu registrieren.

Der dafür ange­ge­bene Link www​.TransparenzregisterDeutschland​.de führt jedoch nicht zum ech­ten Transparenzregister.

Bei den Mails han­delt es sich viel­mehr um ein Angebot für eine kos­ten­pflich­tige „Hilfestellung“ (Kosten: 49 Euro) und nicht um eine amt­li­che Aufforderung. „Auf diese E‑Mails muss also nicht reagiert wer­den“, sagt die IHK-​Juristin Eva Charlotte Stoll.

Gleichwohl rät sie den Unternehmen zu prü­fen, ob sie von der Eintragungspflicht in das echte Transparenzregister (www​.trans​pa​renz​re​gis​ter​.de) betrof­fen und die­ser gege­be­nen­falls schon nach­ge­kom­men sind. Dort müs­sen unter ande­rem bestimmte Unternehmen sowie Vereine, Genossenschaften und Stiftungen die­je­ni­gen Personen ein­tra­gen, die bei ihnen als „wirt­schaft­lich Berechtigte“ Einfluss ausüben.

Gesellschaften, die ihre Beteiligungsverhältnisse schon im Handelsregister ver­öf­fent­licht haben, erfül­len damit in der Regel bereits die Anforderungen des Geldwäschegesetzes und müs­sen die Beteiligungsverhältnisse nicht mehr eigens beim Transparenzregister mel­den“, erläu­tert Stoll.

Ansprechpartnerin für die Unternehmen bei Fragen zum Transparenzregister ist Eva Charlotte Stoll, Tel. 02151 635–416, E‑Mail: stoll@mittlerer-niederrhein.ihk.de.

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