Das Zentrum befür­wor­tet den Erhalt der Wald- und Grünflächen

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – In einer Onlinepetition haben sich viele DormagerInnen für den Erhalt der Grünflächen bei­der­seits der Alten Heerstraße eingesetzt.

Sie befürch­ten die Abholzung des Waldes zuguns­ten der Erweiterung des Gewerbegebietes. „Wir sind der Meinung, dass der Erfolg der Bürgerinitiative ein Auftrag an die gewähl­ten Vertreter ist, sich der Sache noch­mal anzu­neh­men, anstatt ein­fach zur Tagesordnung über zu gehen“, sagt Hans-​Joachim Woitzik, Fraktionsvorsitzender des Zentrum.

Aus die­sem Grund wird sich die Zentrumsfraktion im wei­te­ren Verfahren für den Wunsch der „Bürgerinitiative der Wald bleibt!“ ein­set­zen, diese Grünflächen zu erhal­ten. Wir unter­stüt­zen den Erhalt die­ser Fläche als Schutzwald, Rückzugsort für Tiere, Frischluftspender, Erholungsort für die Anwohner und Abstandsgrünfläche zum Bayerwerk.

Bürgermeister Lierenfeld führt in sei­ner Stellungnahme aus, dass an ande­rer Stelle Wald im Verhältnis 2:1 neu auf­ge­fors­tet und es dadurch am Ende mehr Waldfläche als vor­her geben würde. Wir hal­ten diese Argumentation für unlau­ter, weil die Aufforstung bei ent­spre­chen­dem Willen jeder­zeit gesche­hen kann. Das klingt bei­nahe so, als müss­ten sich die DormagenerInnen über die Maßnahme glück­lich schät­zen, weil es am Ende mehr Wald als vor­her gebe. Dabei spre­chen wir hier­bei über die Vernichtung eines Gebietes, das von der Natur und Tierwelt seit lan­gem erschlos­se­nen ist. Ein ein­fa­ches Verrechnen von Flächen ist daher aus unse­rer Sicht nicht in Ordnung. Die öko­lo­gi­sche Ausgleichswirkung von Ersatzflächen ist zudem erst in eini­gen Jahrzehnten zu erwarten.

Der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-​Westfalen hat sich im Verfahren zum Flächennutzungsplan am 20.07.2018 für den Walderhalt aus­ge­spro­chen, da die Waldfläche eine gestei­gerte Bedeutung für die woh­nungs­nahe Naherholung hat. Weiter führt er aus, dass im Regierungsbezirk Düsseldorf das Ziel der Walderhaltung einen beson­ders hohen Stellenwert hat und dass die Inanspruchnahme von Waldbereichen daher zu ver­mei­den bzw. auf das unbe­dingt erfor­der­li­che Maß zu beschrän­ken sei. Der Landesbetrieb hebt her­vor, dass in Dormagen der Waldanteil mit nur ca. 13% deut­lich unter dem Landesdurchschnitt von 27% liegt.

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