Integrationsratswahlen: Kandidaten kön­nen sich ab sofort bei der Stadt informieren

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Am Sonntag, 13. September, fin­det nicht nur die Kommunalwahl statt. Auch der Integrationsrat der Stadt Dormagen wird dann neu gewählt. 

Das Gremium ist die kom­mu­nale Vertretung der Dormagenerinnen und Dormagener mit Zuwanderungsgeschichte. „Im Mittelpunkt der Arbeit des Integrationsrats steht das Engagement für Chancengleichheit und gleich­be­rech­tigte Teilhabe im poli­ti­schen, kul­tu­rel­len und gesell­schaft­li­chen Leben Dormagens“, erklärt Volker Lewerenz, Leiter des Fachbereichs Integration der Stadt Dormagen und lobt die gute Arbeit des amtie­ren­den Gremiums.

Viele Menschen mit aus­län­di­schen Wurzeln leben seit Jahrzehnten in Dormagen, haben aber kein kom­mu­na­les Wahlrecht. Für sie ist der Integrationsrat also die ein­zige Möglichkeit, ein poli­ti­sches Gremium zu wäh­len und sich dort ver­tre­ten zu las­sen. „Es ist ele­men­tar, dass sich zum Thema Migration auch die Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte ein­brin­gen kön­nen“, sagt Mehmet Güneysu, Vorsitzender des Integrationsrats. „Deshalb gilt es, das Interesse die­ser Menschen jetzt gezielt auf die kom­men­den Wahlen zu lenken.“

Der Integrationsrat setzt sich aus zehn direkt gewähl­ten sowie fünf vom Rat der Stadt bestell­ten Mitgliedern zusam­men. Wählbar sind alle wahl­be­rech­tig­ten Personen und alle Bürger, die min­des­tens 18 Jahre alt sind, sich seit min­des­tens einem Jahr recht­mä­ßig in Deutschland auf­hal­ten und seit min­des­tens drei Monaten in Dormagen ihren Hauptwohnsitz haben.

Idealerweise spie­gelt der Integrationsrat die per­so­nen­stärks­ten Migrantengruppen der Dormagener Stadtgesellschaft wider“, sagt Lewerenz. Aktuell seien einige die­ser Gruppen noch deut­lich unter­re­prä­sen­tiert: „So sind zum Beispiel pol­nisch­stäm­mige Migranten bis­lang nicht ver­tre­ten, obwohl sie in Dormagen die größte Gruppe der Zugewanderten darstellen.“

Neben der geziel­ten Ansprache gerade die­ser Gruppen soll bei der Integrationsratswahl 2020 auch die Wahlbeteiligung höher aus­fal­len als vor sechs Jahren. Damals lag sie bei gerade ein­mal 14,6 Prozent.

Wer sich für eine Kandidatur bei der Integrationsratswahl 2020 inter­es­siert, kann sich ab sofort bei Maike Schröder im Fachbereich Integration infor­mie­ren. (maike.schroeder@stadt-dormagen.de, 02133 257232).

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