Krefelder Zoll deckt Schwarzarbeit auf

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Krefeld (ots) 200 Personen und 109 Geschäftsunterlagen geprüft, 18 Verstöße fest­ge­stellt.

Über 50 Zöllner und Zöllnerinnen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Krefeld haben am Dienstag, den 21. Januar 2020, im Stadtgebiet Krefeld und Mönchengladbach sowie im Kreis Neuss und Viersen zahl­rei­che Firmen, dar­un­ter das Friseurhandwerk, Tankstellen, Sonnenstudios wie auch Blumenläden, kon­trol­liert.

Ziel der Prüfung war es, unan­ge­mes­sene Arbeitsbedingungen auf­zu­de­cken, ins­be­son­dere die Einhaltung des gesetz­li­chen Mindestlohnes in Höhe von 9,35 Euro pro Stunde, die Einhaltung der sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Pflichten, der unrecht­mä­ßige Bezug von Sozialleistungen sowie die ille­gale Ausländerbeschäftigung zu über­prü­fen.

Neben den Befragungen der ange­trof­fe­nen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu ihren Arbeitsverhältnissen muss­ten die Unternehmen auch ihre Geschäftsunterlagen vor­le­gen.

So fiel bei der Zollkontrolle ein Arbeitnehmer auf, der sein Beschäftigungsverhältnis in Deutschland mit einer frem­den, nicht auf ihn aus­ge­stell­ten, nie­der­län­di­schen Identitätskarte legi­ti­mie­ren wollte. „Den Ausweis habe ich gefun­den”, so die Erklärung und die Angaben des Mannes aus Ghana bei sei­ner Vernehmung gegen­über dem Zöllner.

Folgende wei­tere Verstöße konn­ten fest­ge­stellt wer­den:

  • In acht Fällen besteht der Verdacht auf Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt, davon sechs Fälle mit Hinweise auf eine Scheinselbstständigkeit.
  • In sechs Fällen besteht der Verdacht auf eine ille­gale Ausländerbeschäftigung.
  • In einem Fall besteht der Verdacht auf Leistungsmissbrauch.
  • In drei Fällen besteht der Verdacht, dass der Mindestlohn nicht ein­ge­hal­ten wurde.

Die wei­te­ren Ermittlungen und Geschäftsunterlagenprüfungen dau­ern noch an.

Zusatzinformationen: Schwerpunktprüfungen sind Präventivmaßnahmen, die zu einer Senkung der gesell­schaft­li­chen Akzeptanz von Schwarzarbeit und ille­ga­ler Beschäftigung bei­tra­gen und zu einem erhöh­ten Unrechtsbewusstsein in der Bevölkerung füh­ren sol­len. Der gesetz­li­che Mindestlohn beträgt seit dem 1. Januar 2019 9,19 Euro und ist zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro gestie­gen.

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