Karnevalsempfang des Rhein-​Kreises Neuss: „Dormagener Gelöbnis“ unterzeichnet

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Närrisches Jubiläum in Dormagen: Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke und der 1. stell­ver­tre­tende Bürgermeister Hans Sturm begrüß­ten zahl­rei­che Prinzenpaare, Dreigestirne und Präsidien zum elf­ten Karnevalsempfang des Rhein-​Kreises Neuss in der Kulturhalle. 

Die Gesellschaft „Ahl Dormagener Junge“ hatte für die Organisation des gelun­ge­nen Auftakts in die heiße Phase der Narretei gesorgt. Petrauschke hieß die kar­ne­va­lis­ti­schen Würdenträger im ehe­ma­li­gen römi­schen Kastell Durnomagus mit einem latei­ni­schen „Salve“ will­kom­men, schließ­lich soll Dormagen ab nächs­tem Jahr ein Unesco-​Weltkulturerbe beher­ber­gen: den Limes, die Grenze des Römischen Reiches, „das hier so viele Spuren hin­ter­las­sen hat und das vie­ler­orts am Rhein endete, der die zivi­li­sierte Welt von den Barbaren, Neandertalern und spä­te­ren Düsseldorfern trennte“, wie der Landrat betonte.

Der Chef des Rhein-​Kreises Neuss berich­tete von Archäologen, die im Keller des Römerhauses eine antike Narrenkappe mit einer Schriftrolle aus dem ers­ten Jahrhundert nach Christus gefun­den haben und lüf­tete das Geheimnis, was dar­auf zu lesen stand: „Es han­delt sich um eine Vision vom Karneval 2020. Zwischen Novesia, Jucunda und Durnomagus, also zwi­schen Neuss, Jüchen und Dormagen erahn­ten die guten, alten Römer gera­dezu sehe­risch das Epizentrum när­ri­schen Treibens der Zukunft.“

Geballte jecke Kraft: Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke und Bürgermeister Erik Lierenfeld begrüß­ten die Tollitäten zum elf­ten Karnevalsempfang des Kreises in der Kulturhalle. Foto: A. Tinter/​Rhein-​Kreis Neuss

In vol­lem Ornat gaben die ver­sam­mel­ten Tollitäten nicht nur ein präch­ti­ges Bild ab, sie unter­zeich­ne­ten mit Landrat, Bürgermeister und Vereinsvorständen auch ein „Dormagener Gelöbnis“ – eine Erklärung, in fro­her Gemeinschaft den Karneval im Rhein-​Kreis Neuss zu pfle­gen. Und dar­über hin­aus: Mit dabei war auch Sebastian Müller, der aus Grevenbroich stammt, aber gerade als Karnevalsprinz in Nürnberg regiert und den Franken den rhei­ni­schen Frohsinn bei­bringt. Der Einladung des Kreises außer­dem gefolgt war der Bund der Karnevalsvereine in der nie­der­län­di­schen Provinz Limburg mit Bürgermeister Jos Hessels aus der Gemeinde Echt-​Susteren an der Spitze.

Première hatte die kar­ne­va­lis­ti­sche Neujahrsrunde in Zons gefei­ert. Seither fin­det sie reihum in den kreis­an­ge­hö­ri­gen Kommunen statt. Die Anregung dazu war vom Neusser Karnevalsausschuss um Jakob Beyen gekom­men, der eben­falls gern nach Dormagen gekom­men war, um sich unters jecke Volk zu mischen.

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