Neuer Walddorfbus bringt mehr Mobilität für Senioren, Familien und Vereine in Straberg

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen-​Straberg – Alle reden über Verkehrskonzepte der Zukunft: In Straberg wird ein sol­ches Konzept jetzt umgesetzt. 

Das Walddorf besitzt einen eige­nen Bürgerbus, der zum einen für mehr Mobilität von Senioren – etwa für Einkaufs- oder Sozialfahrten – ein­ge­setzt wer­den soll. Andererseits kann der Bus auch von jedem Bürger pri­vat gemie­tet wer­den. Und: Der Straberger Sharing-​Bus ist ein E‑Fahrzeug.

Die Idee für den Bürgerbus ent­stand vor rund zwei­ein­halb Jahren. Damals hat­ten die Straberger beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewon­nen. Anschließend stell­ten sie sich auch auf Landesebene dem Wettbewerb. Sie baten dazu die Bürgerschaft um Mithilfe und sam­mel­ten Ideen, um das Leben in Straberg zu ver­bes­sern. Ein Vorschlag lau­tete, ein „Dorf-​Auto“ anzu­schaf­fen, das der gan­zen Ortsgemeinschaft für soziale Zwecke zur Verfügung ste­hen soll. Mit gro­ßer Mehrheit spra­chen sich die Straberger bei einer Bürgerversammlung für die Einführung des Walddorfbusses aus.

In gemein­sa­men Gesprächen mit der Stadt Dormagen wurde schnell deut­lich, dass die Stadt das Projekt unter­stützt. „Ich war von Anfang von der Idee über­zeugt“, sagt Kämmerin Tanja Gaspers. „Der Walddorfbus ist im Zuge des städ­ti­schen Mobilitätskonzepts eine sehr sinn­volle Ergänzung.“ Mitinitiatorin Birgit Knoben ergänzt: „In Straberg leben viele ältere Bewohner, die so mehr am Gesellschaftsleben teil­neh­men kön­nen, da die Busverbindungen in unse­rem Stadtteil nicht gerade opti­mal sind. So kön­nen sie nun mit Gleichgesinnten zum Einkaufen, ins Kino oder Theater fah­ren. Das schafft Gemeinschaft und Flexibilität.“

Seine erste Fahrt hat der Walddorfbus am Sonntag, 19. Januar 2020, zum Neujahrsempfang der Stadt Dormagen ange­tre­ten. Zukünftig wird er ein­mal pro Woche vor­mit­tags zwi­schen 9 und 13 Uhr zur Verfügung ste­hen, um bis zu sechs Bürgerinnen und Bürger zu fah­ren. Nach vori­ger Anmeldung wer­den sie von einem der drei ehren­amt­li­chen Fahrern abge­holt, bei­spiels­weise zum Einkaufen oder zu Veranstaltungen gefah­ren und anschlie­ßend nach Hause gebracht. Sollte der Bedarf grö­ßer wer­den, kön­nen wir das Angebot anpas­sen und aus­bauen“, sagt Steiner und ergänzt: „Wir suchen zudem noch wei­tere Fahrer.“

(v. l.): evd-​Geschäftsführer Klemens Diekmann, Bürgermeister Erik Lierenfeld und Walddorfbus-​Initiator Manfred Steiner. Foto: Stadt

An den übri­gen Tagen kann jeder den Bus mie­ten. „Wir haben bereits einige Anmeldungen bekom­men. Zum einen die Familie, die end­lich mal nicht mit zwei Autos fah­ren muss, da in unse­rem Bus mehr Platz ist, zum ande­ren klei­nere Gruppen, die einen Ausflug pla­nen oder Vereine, die einen zwei­ten grö­ße­ren Wagen brau­chen“, erläu­tert Steiner. Thomas Gongoll ergänzt: „Wir hof­fen, dass der eine oder andere dadurch sein Auto öfter ste­hen lässt und statt­des­sen unse­ren Bus nimmt. Womöglich kön­nen dadurch sogar Zweitwagen abge­schafft werden.“

In Straberg wird Gemeinschaft groß­ge­schrie­ben. „Wir sind ein sehr sozia­les Dorf und haben schon viel gemein­sam ange­packt, wie etwa den Bau des Schützensaals oder der Sportanlage“, betont Steiner, der über­zeugt ist, dass der Walddorfbus ein Erfolg wird. Auch waren schnell drei ehren­amt­li­che Fahrer gefun­den. „Man kann als Gemeinschaft viel schaf­fen“, sagt Steiner.

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