Bunte Pillen mit töd­li­cher Wirkung – Wirkstoffgehalte der Ecstasy-​Pillen (XTC) – Mischkonsum mit Alkohol und ande­ren Drogen

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Robert Schilken, Herausgeber



Düsseldorf (ots) Der Konsum von XTC-​Pillen wird immer gefähr­li­cher. Dies bele­gen Untersuchungen sicher­ge­stell­ter XTC-​Pillen durch das Kriminalwissenschaftliche und ‑tech­ni­sche Institut des Landeskriminalamtes NRW und ande­rer Untersuchungsbehörden.

Der Konsum einer ein­zi­gen XTC-​Pille kann töd­lich enden. Die Wirkungen von XTC-​Pillen und die Gefahr von Intoxikationen hän­gen nicht nur von der Zusammensetzung und Dosierung der Pillen ab.

Auch Konsumgewohnheiten, Körpergewicht und mög­li­che Vorerkrankungen des Konsumenten spie­len eine Rolle. Besonders gefähr­lich ist der zusätz­li­che Konsum von wei­te­ren Drogen und Alkohol.

Wichtigster Wirkstoff der XTC-​Pillen ist MDMA (3,4‑Methylendioxymethyl-amphetamin), wobei in Analysen von XTC-​Pillen wei­tere che­misch ver­wandte Wirkstoffe gefun­den wer­den. Bereits der Konsum einer Menge von ca. 120 Milligramm (mg) MDMA kann schwer­wie­gende gesund­heit­li­che Folgen mit sich brin­gen. XTC-​Pillen gibt es mit unter­schied­li­chen Logos und in diver­sen Ausführungen. Gemeinsam ist ihnen, dass sowohl das Logo, als auch Farbe, Aussehen und Größe der Pillen kei­nen zuver­läs­si­gen Rückschluss auf die Inhaltsstoffe, Wirkstoffgehalt und Gefährlichkeit liefern.

Pillen mit glei­chem Logo bzw. glei­chem Aussehen kön­nen völ­lig unter­schied­li­che Substanzen und Dosierungen auf­wei­sen. Von bestimm­ten Pillen wer­den häu­fig Nachahmungen her­ge­stellt. Der wie­der­holte Kauf einer ver­meint­lich gleich­ar­ti­gen Pille bei dem­sel­ben Dealer gibt kei­ner­lei Sicherheit.

Lag die durch­schnitt­li­che Dosis MDMA pro XTC-​Pille der in Deutschland geprüf­ten Pillen im Jahr 2009 noch bei etwa 50 mg, ist diese durch­schnitt­li­che Dosis bis zum Jahr 2018 auf etwa 135 mg pro XTC-​Pille gestie­gen. Experten haben in Einzelfällen Werte weit ober­halb von 200 mg pro XTC-​Pille fest­ge­stellt. Auch die Größe der Pillen und die damit zusam­men­hän­gende Wirkstoffmenge variiert.

Zahlen der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) bestä­ti­gen eben­falls, dass der mitt­lere Wirkstoffgehalt der XTC-​Pillen über die Jahre stark gestie­gen ist. Je nach Zusammensetzung der Pille kann die gewünschte Wirkung auch zeit­lich ver­zö­gert (15 Minuten bis meh­rere Stunden) nach der Einnahme ein­tre­ten, was nicht sel­ten den Konsum einer zwei­ten Pille mit dann häu­fig lebens­ge­fähr­li­chen Folgen nach sich zieht.

Weitere Informationen fin­den sich auf einer spe­zi­el­len Internetseite der Bundeszentrale für gesund­heit­li­che Aufklärung (www​.drug​com​.de).

Die Internetseite für Kinder und Jugendliche des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, www.polizeifürdich.de, bie­tet wei­tere Informationen zu syn­the­ti­schen Drogen.

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