So recy­celn Sie rich­tig: Wichtige Tipps für eine bes­sere Entlastung der Umwelt

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Allein im Jahr 2017 sind in Dormagen 31.185 Tonnen Müll ange­fal­len. Das sind umge­rech­net 473 Kilogramm Haushaltsabfälle (ohne Elektrogeräte) pro Kopf im Jahr. 

Damit liegt Dormagen über dem bun­des­wei­ten Durchschnitt von 462 Kilogramm. Auch bei den Zahlen für Haus- und Sperrmüll steht Dormagen mit rund 260 Kilogramm pro Kopf wesent­lich schlech­ter da als der bun­des­weite Durchschnitt, der bei 188 Kilogramm liegt.

Die Zahlen zei­gen, dass wir zu viel Müll pro­du­zie­ren. Und zwar vor allem zu viel nicht abbau­ba­ren Müll“, erläu­tert Anna Krziwania, die bei der Stadt im Bereich Abfallwirtschaft arbei­tet. „Um das zu ändern, soll­ten wir unser Handeln hin­ter­fra­gen. Jeder Einzelne kann etwas tun“, so Krziwana weiter.

Es gehe vor allem darum, Müll zu ver­mei­den und die­sen im nächs­ten Schritt rich­tig zu tren­nen. „Denn nur so gehen wert­volle Ressourcen nicht ver­lo­ren. Rohstoffe und Energie kön­nen dann in den Wirtschaftskreislauf zurück­ge­führt wer­den“, sagt Krziwana.

Schätzungen zufolge lan­det etwa die Hälfte der Bioabfälle noch immer im Restmüll. Der Bioabfallanteil lag in Dormagen 2017 bei 18 Prozent, bun­des­weit dage­gen bei immer­hin 27 Prozent. Und das, obwohl gerade Bioabfälle wert­volle Ressourcen sind. Die Biotonne ist in Dormagen, für die­je­ni­gen, die ein Restmüllgefäß bis 240 Liter nut­zen, kostenlos.

Viele Bürgerinnen und Bürger sind ver­un­si­chert, wenn es um die rich­tige Entsorgung geht. Hier die wich­tigs­ten Tipps:

Bioabfälle: Während Eierschalen, Kaffeefilter, Obst und Gemüseabfälle in die braune Tonne gehö­ren, soll­ten etwa Knochen, Blumenerde sowie Steine und Sand im Restmüll ent­sorgt wer­den. Ebenfalls wich­tig: Biomüll sollte mög­lichst tro­cken sein – dabei hilft auf dem Tonnenboden aus­ge­brei­te­tes Zeitungspapier.

Plastikabfälle: In Dormagen sind im Jahr 2017 knapp 2.100 Tonnen Kunststoff ange­fal­len. „Die Verwertungspraxis des Kunststoffs liegt noch weit hin­ter ihren Möglichkeiten. Dennoch ist es auch hier wich­tig, zu tren­nen. Nur so kann über­haupt recy­celt wer­den“, betont Krziwania und gibt noch einen Praxis-Tipp:

Die Folie sollte man immer vom Becher ent­fer­nen, alles sepa­rie­ren, nicht inein­an­der fül­len damit das Material in der Sortieranlage auf­ge­teilt wer­den kann.“

Papier: 4.360 Tonnen Altpapier sind in Dormagen in 2017 ange­fal­len, Tendenz sin­kend. Besonderheit: Die Papiertonne in Dormagen ist grün und nicht blau. Und zwar seit 1985. Damals star­tete ein Pilotprojekt in den Stadtteilen Horrem und Nord. Ab Januar 1988 wurde die grüne Tonne dann flä­chen­de­ckend ein­ge­führt und schließ­lich beibehalten.

Eine Frage, die immer wie­der dis­ku­tiert wird: Gehören Pizzakartons ins Altpapier? Ja, wenn sie nicht beson­ders ver­schmutzt sind. Ansonsten müs­sen sie im Restmüll ent­sorgt werden.

Altglas: Altglas hat mit 100 Prozent die beste Recyclingquote und kann ohne Qualitätsverlust belie­big oft zu neuen Glasverpackungen ver­ar­bei­tet wer­den. 1.690 Tonnen Glasmüll sind in Dormagen 2017 angefallen.

Achtung: Nur Glasgefäße mit Hohlraum gehö­ren in die Glascontainer. Fenster- und Spiegelglas, Porzellan oder Glühbirnen dür­fen auf diese Weise nicht ent­sorgt werden.

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