Meerbusch: Kork statt Kunststoff – Neuer Kunstrasenplatz für die Kicker am Eisenbrand

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Die Nachwuchs-​Kicker des FC Büderich konn­ten es kaum erwar­ten. Kurz nach dem Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage und FCB-​Vorsitzender Benedikt Niesen am Dienstag, 2. Dezember, das blaue Band für die sym­bo­li­sche Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes auf der Anlage am Eisenbrand durch­ge­schnit­ten hat­ten, stürm­ten die Kids das Grün und tes­te­ten den neuen Belag. 

Trainieren und spie­len war auf dem alten Tennenplatz, der sich bis August an glei­cher Stelle befand und mitt­ler­weile sehr in die Jahre gekom­men war, kaum mehr mög­lich. „Besonders in den Wintermonaten war der Platz durch Frost und Nässe unbe­spiel­bar. Entsprechend muss­ten die Sportler auf andere Plätze aus­wei­chen, was bei der engen Platzbelegung nicht immer mög­lich war“, so Michael Betsch, Fachbereichsleiter „Grünflächen“ bei der Stadt Meerbusch und ver­ant­wort­lich für den Umbau des Platzes.

Im Zuge des Sportstättenentwicklungsplanes wurde im Herbst 2018 die Umwandlung des Ascheplatzes in einen Kunstrasenplatz beschlos­sen. Auf dem 100 mal 65 Meter gro­ßen Spielfeld wur­den wäh­rend der Bauzeit über 3.000 Kubikmeter Materialien ver­legt. „Zunächst musste die alte, sechs Zentimeter dicke Deckschicht abge­tra­gen und der Untergrund auf­be­rei­tet wer­den. Das Spielfeld erhielt dann einen kom­plett neuen Unterbau mit 1.800 Quadratmetern Entwässerungsrohren. Insgesamt wur­den im Anschluss rund 7.200 Quadratmeter Kunstrasen ver­legt“, so Betsch weiter.

Außerdem kamen rund 900 Quadratmeter gepflas­terte Wege und zwei neue Spielerkabinen rund um das Spielfeld hinzu. Dabei gibt es für den neuen Kunstrasenplatz, der mitt­ler­weile der dritte am Eisenbrand und der sechste Großspielfeldplatz in Meerbusch ist, ein Novum. „Wir set­zen erst­mals statt auf Kunststoffgranulat auf eine Mixtur aus Quarzsand und Korkgranulat. Die Stadt Meerbusch ver­zich­tet damit frei­wil­lig auf das Kunststoffgranulat, um den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt zu redu­zie­ren“, so Mielke-Westerlage.

Insgesamt wur­den 18 Kilogramm der Mixtur ein­ge­ar­bei­tet. Das Korkgranulat dient dazu, das Abrollverhalten des Balls zu ver­bes­sern und Verletzungsgefahr der Spieler durch Verbrennungen zu sen­ken. In Meerbusch ist es der erste Platz mit dem neuen Granulat. „Wir müs­sen jetzt erst ein­mal Erfahrungswerte sam­meln, wie sich das umwelt­freund­li­che Material im Spiel- und Trainingsbetrieb bewährt“, berich­tet Michael Betsch.

Er zeigt sich zufrie­den: Sowohl die Baukosten als auch die Bauzeit für den neuen Platz lagen im Plan. 590.000 Euro kos­tet der Kunstrasenplatz. Den Großteil davon über­nimmt die Stadt Meerbusch. 75.000 Euro steu­ert der FC Büderich als Hauptnutzer bei. Dort freut man sich über den neuen Kunstrasenplatz. Bereits kurz nach der offi­zi­el­len Eröffnung stan­den die ers­ten Trainingseinheiten auf dem Programm. 

Die Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes am Eisenbrand durch Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage und dem Vorsitzenden des FC Büderich, Benedikt Niesen, konn­ten die Nachwuchs-​Kicker kaum erwar­ten. Foto: Stadt
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