Korschenbroich: Mundart-​Offensive gestar­tet – „Platt“ soll auf humor­volle Weise ver­mit­telt werden

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – „Hee bösste rich­tich“- so lässt sich „Herzlich will­kom­men“ sinn­ge­mäß auf Korschenbroicher Platt aus­drü­cken. Diese und wei­tere Redewendungen fin­den sich im neuen Mundart-​Flyer, der ab sofort in den Neubürgertaschen zu fin­den ist und in den Rathäusern ausliegt.

Auf humor­volle Weise wird „Neulingen und Neugierigen“ damit die hei­mi­sche Muttersprache näher­ge­bracht. Einsteiger fin­den darin auch die Bezeichnungen typi­scher Gerichte von „Kruutbotteramm“ (Scheibe Brot mit Rübenkraut) bis „Muurejubbel“ (gekochte und gestampfte Kartoffeln und Möhren unter­ein­an­der). Der Flyer ist ein ers­ter Baustein in der „Mundart-​Offensive“, wel­che die Stadt Korschenbroich in Zusammenarbeit mit der hei­mi­schen Mundart-​Szene startet.

Die ört­li­chen Vereine und Theaterbühnen ver­zeich­nen gerade einen regel­rech­ten „Boom“, wie Hans-​Willi Türks und Peter-​Josef Stefes berich­ten. Ihre Veranstaltungen sind in Windeseile aus­ver­kauft. Auf diese „Welle“ springt die Mundart-​Offensive auf. So sol­len die Ortseingangsschilder mit einem Zusatz ver­se­hen wer­den, wie man im Norden der Bundesrepublik schon häu­fi­ger sieht. Der Stadtteilname steht dann unter der hoch­t­deut­schen Bezeichnung noch­mals in Mundart.

Dritter Baustein der Offensive ist die Überarbeitung des ver­grif­fe­nen Werkes „Unges Platt“. Dieses Mundartwörterbuch soll in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Mundartarchiv Ludwig Soumagne des Rhein-​Kreises Neuss bear­bei­tet und spä­ter auch digi­tal mit Hörproben auf der Homepage der Stadt zur Verfügung gestellt wer­den. „Außerdem pla­nen wir einen Imagefilm, der in Mundart kom­men­tiert und mit hoch­deut­schen Untertiteln ver­se­hen wird“, kün­digt Bürgermeister Marc Venten für das Frühjahr an.

Über den Fortschritt der ein­zel­nen Maßnahmen kann man sich schon jetzt unter „Mundart“ auf der Seite www​.kor​schen​broich​.de informieren.

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