Kommentar: Fahrzeug der Caritas behindert/​gefähr­det Grundschulkinder – Caritas: Wir haben eine Sondergenehmigung

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Neuss – Vor eini­ger Zeit nah­men Grundschulkindern, in der Neusser Innenstadt, an einer Verkehrsübung zum siche­ren Radfahren teil. Hierbei kam es zu einer mehr als uner­freu­li­chen Begegnung.

Die Klassen einer Grundschule absol­vier­ten ein Fahrradtraining, eine Verkehrsprüfung zum „Fahrradpass”. Hierbei soll ein gutes und siche­res Verhalten im Straßenverkehr trai­niert und ver­fes­tigt wer­den. Zum erfolg­rei­chen Abschluss wird der „Fahrradpass” aus­ge­hän­digt.

Der Endpunkt die­ser Übung war der Wendehammer im Burggraben. Ein offen­sicht­lich sehr belieb­ter „Parkplatz”, obwohl hier das Parken nicht gestat­tet ist. Dieser Umstand stellte die Kinder vor nicht uner­heb­li­che Schwierigkeiten, denn zwi­schen „Falschparkern” zu hin­durch zu fah­ren ist pro­ble­ma­tisch.

So kam es zu zahl­rei­chen Diskussionen mit den Fahrern, die ihre Autos dort abstel­len woll­ten. Alle ange­spro­che­nen zeig­ten ein unmit­tel­ba­res Verständnis und ver­setz­ten die Fahrzeuge, so das genü­gend Platz für die ankom­men­den Kinder blieb. Darunter Senioren, ein Mann mit offen­sicht­lich star­ken Rückenschmerzen auf dem Weg zum Arzt, aus­län­di­sche Mitbürger und Lieferanten. Alle sahen die Notwendigkeit sofort ein.

Das lief solange gut bis ein Fahrer der Caritas in die „Lücke” für die Kinder fuhr und sein Fahrzeug abstellte. Angesprochen zeigte er sich mehr als unein­sich­tig, wurde sogar „pat­zig”, er dürfe hier par­ken. Auch der Hinweis auf ankom­men­den Kinder und deren Fahrradprüfen blie­ben unbe­rück­sich­tigt. Ebenso die Möglichkeit sein Fahrzeug an einer ande­ren, inzwi­schen mög­li­chen, Stelle zu par­ken ver­hallte unge­hört.

Somit muss­ten die jun­gen Prüflinge zwi­schen Falschparkern hin­durch quet­schen, was offen­sicht­lich sehr schwie­rig war. Einige Grundschulkinder fin­gen fast an zu wei­nen, weil sich sich sehr unsi­cher fühl­ten und das stellt, für mich, eine Gefährdung dar.

Nach die­sem Vorfall kon­tak­tierte ich die Geschäftsstelle der Caritas im Rhein-​Kreis Neuss und schil­derte die Ereignisse. Der Vorfall soll dar­auf­hin an den Vorstand wei­ter­ge­lei­tet wer­den, mit einer Stellungnahme.

Zitate Rückmeldung Caritas:

Die Dienstwagen in Neuss sind mit einer Sondergenehmigung aus­ge­stat­tet. Somit dür­fen die Dienstfahrzeuge im ein­ge­schränk­ten Halteverbot bis zu 2 Stunden par­ken.”

Eine Gefährdung der Kinder sei nicht erkenn­bar gewe­sen, da das Parkverhalten erlaubt war und auch die Geschwindigkeitsbegrenzung ein­ge­hal­ten wurde. Das Parkverhalten mit der Sondergenehmigung war also ein­wand­frei.”

.. das Parkverhalten erlaubt..”? Der Fahrer wurde von mir nach­drück­lich auf die Situation hin­ge­wie­sen und eine Behinderung/​Gefährdung war offen­sicht­lich. Das im Straßenverkehr inzwi­schen raue Sitten herr­schen, ist jedem klar. Nur das dies jetzt ver­meid­bar auch auf die Jüngsten über­tra­gen wird, halte ich für unan­stän­dig.

Auch die Tatsache, dass es eine Ausweichmöglichkeit gab und die ohne­hin schwie­rige Verkehrssituation für die Kinder hätte ent­schärft wer­den kön­nen, dies aber unter­blieb, ist trau­rig. Dann eine unein­sich­tige „Begründung” für das Fehlverhalten spricht nicht für die Caritas im Rhein-​Kreis Neuss.

Die Rückantwort kam auch nicht vom Vorstand, was auf­grund der geschil­der­ten Situation von mir erwar­tet wurde, son­dern vom „Fachbereich”. Für mich ist die­ses Verhalten indis­ku­ta­bel, frag­wür­dig und zeugt von man­geln­der Einsicht.

Das die­ses Verhalten jetzt viel­leicht auch auf die vie­len Leute zurück­fällt, die eine her­vor­ra­gende Leistung erbrin­gen und sich um viele Menschen bemü­hen ist sehr bedau­er­lich.

In die­sem Sinne
Robert Schilken – Herausgeber

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