Neuss: Warnung: Betrüger mit der Masche der fal­schen Polizeibeamten erfolgreich

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss-​Gnadental (ots) Aktuell trei­ben wie­der Betrüger ihr Unwesen, die sich ihren Opfern gegen­über als Polizeibeamte ausgeben.

So gesche­hen am Montag (02.12.) in Gnadental. Gegen 10:00 Uhr erhielt ein älte­res Ehepaar den Anruf eines „fal­schen Polizeibeamten”. Der männ­li­che Täter mit aus­län­di­schem Akzent berich­tete von der Festnahme zweier Einbrecher in der Nachbarschaft. Komplizen seien noch flüchtig.

Um die ganze Bande fest­neh­men zu kön­nen, sei die Mithilfe des Ehepaars erfor­der­lich. Der Anrufer for­derte die bei­den Senioren auf, bei ihrer Bank einen fünf­stel­li­gen Betrag abzu­ho­len, damit das Geld als Köder für die flüch­ti­gen Täter aus­ge­legt wer­den könne. Die Bank sei in den Plan ein­ge­weiht und würde fal­sche Banknoten zum Zweck der Übergabe aushändigen.

Auch eine Verifizierung des Anrufs, durch das Wählen des bekann­ten Polizeinotrufs 110 wurde den Opfern ange­bo­ten. Tatsächlich erhiel­ten die Senioren hier­über die Information, dass alles mit rech­ten Dingen zuginge. Doch offen­bar war die Leitung zu den Betrügern zuvor gar nicht erst unter­bro­chen worden.

Die Eheleute depo­nier­ten das abge­holte (aber selbst­ver­ständ­lich echte) Geld, nach Aufforderung durch den betrü­ge­ri­schen Anrufer, abspra­che­ge­mäß an einem gepark­ten Auto am Gagelweg. Kurz dar­auf konnte eine Person beob­ach­tet wer­den, die den Geldbetrag an sich nahm und dann verschwand.

  • Die Frau wird von Zeugen als etwa 175 Zentimeter groß, schmal gebaut und mit blon­den Haare, zu einem Zopf gebun­den, beschrieben.
  • Sie trug eine Baseballkappe, einen grü­nen Parker mit Fellbesatz am Kragen und ver­wa­schene blaue Jeans.
  • Die Tatverdächtige und mut­maß­li­che Komplizin des vor­ma­li­gen Anrufers ent­fernte sich mit ihrer Beute zügig in Richtung Grüner Weg.

Dem betro­ge­nen Ehepaar kamen kurz dar­auf Zweifel und sie wen­de­ten sich an die echte Polizei, so dass der Betrug auf­flog. Die Beamten lei­te­ten ein Strafverfahren ein. Neben ande­ren Spuren, hofft die ermit­telnde Kripo auf wei­tere Zeugen, die Hinweise zu der beschrie­be­nen Frau geben kön­nen. Wer etwa beob­ach­tet hat, wird gebe­ten, unter der Telefonnummer 02131 300–0 mit dem Kriminalkommissariat 12 Kontakt aufzunehmen.

Die Masche der fal­schen Polizeibeamten ist nicht neu, aber immer wie­der gelingt es Tätern damit, an das Ersparte oder die Wertsachen von arg­lo­sen Menschen zu gelan­gen. Vermutlich schei­tern die Betrüger in 90 Prozent der Fälle am Misstrauen der Angerufenen. Die übri­gen 10 Prozent sind jedoch lukra­tiv genug, um das ver­werf­li­che „Geschäft” wei­ter zu betrei­ben. Schützen Sie sich und Ihren Verwandten- bezie­hungs­weise Bekanntenkreis, indem sie über die per­fide Masche der fal­schen Polizeibeamten infor­mie­ren und sich austauschen.

Sollten Sie ver­gleich­bar dubiose Anrufe errei­chen, ver­stän­di­gen sie die echte Polizei über die bekannte Telefonnummer 02131 300–0 oder im aku­ten Fall über den Notruf 110.

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