Grevenbroich: DNA-​Reihenuntersuchung – Wie ist der Ablauf?

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich-​Hemmerden – Da die Polizei sei­ner­zeit offen­bar tat­re­le­vante Spur sichern konnte, wird gegen­wär­tig eine DNA-​Reihenuntersuchung bei zahl­rei­chen männ­li­chen Bewohnern vom Grevenbroicher Ortsteil Hemmerden durchgeführt. 

Profiler gehen von einer Nahraumtat aus und neben der Tathypothese gibt es nun­mehr neue wis­sen­schaft­li­che Erkenntnisse zur gesi­cher­ten Täter-​DNA. Mit Beschluss des Amtsgerichts Mönchengladbach wer­den alle Männer, die einen Bezug zu Hemmerden haben und zum Tatzeitpunkt zwi­schen 14 und 70 Jahre alt waren, zur Abgabe einer frei­wil­li­gen Speichelprobe im Rahmen einer DNA-​Reihenuntersuchung eingeladen.

Mit einer Broschüre, die durch das Landeskriminalamt NRW erstellt wurde, wen­den sich die Ermittler an die Menschen in Hemmerden. Am Samstag, 16. November 2019, haben Polizeibeamtinnen und ‑beamte des Rhein-​Kreis Neuss rund 2000 Informationsschriften an die Haushalte verteilt.

In der Grundschule von Hemmerden wer­den die Angeschriebenen fol­gen­des vorfinden.

Die erste Station dient der gesi­cher­ten Feststellung von Personalien. So wird eine Verwechslung der Daten ausgeschlossen.

Im zwei­ten Raum erfolgt, mit­tels eines Wattestäbchens die Entnahme

Im drit­ten Raum einige Abschlussinformationen.

Ein kur­zes Video zum Ablauf hat die Polizei hier bereit­ge­stellt.

Nachfolgend ein Kommentar:

Bei allen poli­zei­li­chen Ermittlungen und der Hoffnung den Täter nach 23 Jahren zu ermit­teln stellt sich jedoch eine Frage, die bis­her nur sel­ten berück­sich­tigt wurde.

Wie geht es den Männer aus Hemmerden? Es lebt mög­li­cher­weise ein Kindesmörder im Ort.

Fühlen sich einige da nicht unter einem Generalverdacht? Vermutlich, jedoch sollte die­ses ungute Gefühl von der Tatsache über­deckt wer­den, der Unbekannte, wel­cher mög­li­cher­weise nicht mehr in Hemmerden ansäs­sig ist, hat ein 11-​jähriges Mädchen ent­führt, ver­ge­wal­tigt, getö­tet und ver­brannt. Da ist etwas „Unwohlsein” der Unschuldigen doch akzep­ta­bel. Oder?

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