Grevenbroich: DNA-​Reihenuntersuchung – Wie ist der Ablauf?

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Grevenbroich-Hemmerden – Da die Polizei seinerzeit offenbar tatrelevante Spur sichern konnte, wird gegenwärtig eine DNA-Reihenuntersuchung bei zahlreichen männlichen Bewohnern vom Grevenbroicher Ortsteil Hemmerden durchgeführt.

Profiler gehen von einer Nahraumtat aus und neben der Tathypothese gibt es nunmehr neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur gesicherten Täter-DNA. Mit Beschluss des Amtsgerichts Mönchengladbach werden alle Männer, die einen Bezug zu Hemmerden haben und zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 70 Jahre alt waren, zur Abgabe einer freiwilligen Speichelprobe im Rahmen einer DNA-Reihenuntersuchung eingeladen.

Mit einer Broschüre, die durch das Landeskriminalamt NRW erstellt wurde, wenden sich die Ermittler an die Menschen in Hemmerden. Am Samstag, 16. November 2019, haben Polizeibeamtinnen und -beamte des Rhein-Kreis Neuss rund 2000 Informationsschriften an die Haushalte verteilt.

In der Grundschule von Hemmerden werden die Angeschriebenen folgendes vorfinden.

Die erste Station dient der gesicherten Feststellung von Personalien. So wird eine Verwechslung der Daten ausgeschlossen.

Im zweiten Raum erfolgt, mittels eines Wattestäbchens die Entnahme

Im dritten Raum einige Abschlussinformationen.

Ein kurzes Video zum Ablauf hat die Polizei hier bereitgestellt.

 

Nachfolgend ein Kommentar:

Bei allen polizeilichen Ermittlungen und der Hoffnung den Täter nach 23 Jahren zu ermitteln stellt sich jedoch eine Frage, die bisher nur selten berücksichtigt wurde.

Wie geht es den Männer aus Hemmerden? Es lebt möglicherweise ein Kindesmörder im Ort.

Fühlen sich einige da nicht unter einem Generalverdacht? Vermutlich, jedoch sollte dieses ungute Gefühl von der Tatsache überdeckt werden, der Unbekannte, welcher möglicherweise nicht mehr in Hemmerden ansässig ist, hat ein 11-jähriges Mädchen entführt, vergewaltigt, getötet und verbrannt. Da ist etwas "Unwohlsein" der Unschuldigen doch akzeptabel. Oder?

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