Grevenbroich: Warnung vor Anrufen von fal­schen „Microsoft-​Mitarbeitern”

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich (ots) Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als „Microsoft-​Mitarbeiter” aus­ge­ben. Am Montagmorgen (11.11.) kam es in Grevenbroich zu einem Anruf eines offen­sicht­li­chen Betrügers.

Dieser behaup­tete am Telefon für den genann­ten IT-​Konzern zu arbei­ten. Grund des Telefongesprächs sei, dass der Computer der Angerufenen mit Viren belas­tet sei. Im wei­te­ren Verlauf des län­ger andau­ern­den Telefonats erlangte der unbe­kannte Anrufer mit asia­ti­schem Akzent tat­säch­lich Zugriff auf das Online-​Banking der fast 80-Jährigen.

Obwohl die Angerufene rela­tiv zeit­nah „den Braten roch” und die Verbindung zum Computer kappte, gelang es dem Täter, einen noch unbe­kann­ten Betrag vom Konto des Opfers abzu­bu­chen. Zu wei­te­ren unbe­rech­tig­ten Kontoverfügungen kam es danach nicht mehr. Die Seniorin erstat­tete Strafanzeige bei der Kriminalpolizei; die Ermittlungen hierzu dau­ern an.

Eine drin­gende Empfehlung der Polizei: Wer einen sol­chen Anruf erhält, sollte auf kei­nen Fall auf die Forderungen ein­ge­hen. Beenden sie sofort das Gespräch, tren­nen sie wenn nötig umge­hend die Internetverbindung. Nehmen sie auf kei­nen Fall irgend­wel­che Zahlungen vor und geben sie am Telefon keine Bank- oder Kreditkartendaten weiter.

Microsoft führt unter kei­nen Umständen unauf­ge­for­derte Telefonanrufe durch, in denen das Unternehmen anbie­tet, ein schad­haf­tes Gerät zu repa­rie­ren. Selbst auf gezielte Anwenderfragen erfol­gen Hilfestellungen fast aus­schließ­lich per E‑Mail.

Gibt sich der Anrufer als Mitarbeiter der Microsoft-​Lotterie aus, dann stimmt dies nicht: Es gibt keine Microsoft-Lotterie.

Microsoft fragt nie­mals aktiv nach Kreditkarteninformationen, um die Echtheit von Office oder Windows zu veri­fi­zie­ren. Microsoft kon­tak­tiert Nutzer nicht unge­fragt, um über neue Sicherheitsupdates zu infor­mie­ren. Ein Kontakt zum Microsoft-​Support erfolgt aus­schließ­lich auf Initiative der Nutzer, nie­mals umgekehrt.

Wenn Sie trotz­dem Opfer einer sol­chen Straftat wer­den, wen­den Sie sich an die Polizei und erstat­ten Sie Anzeige.

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