Kreisveterinäramt hatte 18 Tiere beschlag­nahmt: Kuvasz-​Hunde suchen neues Zuhause

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber

Weitere Infos hier oder hier:


Rhein-​Kreis Neuss – Ein neues Zuhause suchen 18 Kuvasz-​Hunde, die im August vom Kreisveterinäramt in einem Haus in Kaarst beschlag­nahmt wur­den.

Insgesamt 20 Tiere wur­den auf engem Raum tier­schutz­wid­rig gehal­ten“, erläu­tert Dr. Annette Kern vom Veterinäramt. „Wir haben zwei Hunde in der Familie gelas­sen und die ande­ren im Tierheim unter­ge­bracht.“ Dort wur­den die ver­nach­läs­sig­ten Vierbeiner mehr­fach ent­wurmt und geimpft und damit ver­mitt­lungs­fä­hig gemacht.

Interessierte wen­den sich direkt ans Tierheim Oekoven, das 13 Hunde auf­ge­nom­men hat. Weitere vier Welpen leben zur­zeit im Heim in Neuss-​Bettikum und ein Hund in einer Pflegestelle. Sabrina Schulze, Leiterin des Tierheims Rommerskirchen-​Oekoven, berich­tet, dass sie und ihr Team die Kuvasz-​Hunde mitt­ler­weile auf­ge­päp­pelt haben.

Körperlich geht es ihnen soweit gut, aller­dings lei­den einige der Hunde unter Knochendeformationen, andere haben Angstzustände.“ Abgegeben wer­den die Tiere nur an Menschen mit Hundeerfahrung.

Dr. Annette Kern erklärt die Gründe: „Kuvasz-​Hunde sind Hirten- oder Herdenschutztiere und brau­chen einer­seits Beschäftigung und Zuwendung, ande­rer­seits aber auch viel Auslauf. Sie sind für die Outdoor-​Haltung geeig­net und auf kei­nen Fall Schoßhunde.“ Die künf­ti­gen Halter müs­sen einen Sachkundenachweis für 20/​40 Hunde mit­brin­gen sowie eine Schutzgebühr in Höhe von 320 Euro pro Hund zah­len.

Aufmerksamen Nachbarn war es zu ver­dan­ken, dass das Kreisveterinäramt vor meh­re­ren Wochen ein­schrei­ten konnte: Sie hat­ten sich über Lärm und Gestank beklagt und dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Tiere von ihren Besitzern ver­nach­läs­sigt wür­den. Im Tierheim lie­ßen sich die Tiere zunächst kaum strei­cheln; nach und nach wur­den sie zutrau­li­cher. Auch an Spaziergänge an der Leine müs­sen die Rüden und Hündinnen zum Teil erst gewöhnt wer­den.

Dr. Frank Schäfer, Leiter des Kreisveterinäramtes, macht dar­auf auf­merk­sam, dass Bürger bei einem Verdacht auf Verstöße gegen tier­schutz­recht­li­che Bestimmungen immer sein Amt als zustän­dige Behörde infor­mie­ren kön­nen. „Das Tierschutzgesetz sieht für sol­che Fälle einen umfang­rei­chen Maßnahmenkatalog vor“, so Schäfer. „Wir prü­fen im Einzelfall, ob die Tiere art­ge­recht gehal­ten und nicht ver­nach­läs­sigt wer­den.“

Hinweise zu Verstößen gegen den Tierschutz nimmt das Veterinäramt des Rhein-​Kreises Neuss unter Tel. 02181/​601‑3901 oder per Mail an veterinaeramt@rhein-kreis-neuss.de ent­ge­gen. Wer einen der Hunde auf­neh­men will, wen­det sich direkt an das Tierheim Oekoven unter Tel. 02183 7592.

Sie suchen ein neues Zuhause: die Kuvasz-​Hunde im Tierheim Oekoven. Fotos: Tierheim Oekoven
(265 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

Leserhinweise oder Tipps

Bitte geben Sie ihre E-Mail ein, sodass wir in Kontakt bleiben können.