Jüchen: Grundstückseigentümer und Pächter sind zu Rückschnitt von Überwuchs ver­pflich­tet

Jüchen – Überhängende Äste und zu breit oder zu hoch gewach­sene Hecken ver­ur­sa­chen Behinderungen und zum Teil Gefährdungen an Kreuzungen, Einmündungen, sowie Fuß- und Radwegen.

Auch Straßenlaternen und Verkehrszeichen sind oft durch pri­va­tes Grün zuge­wach­sen, was zu einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit und der Orientierung aller Verkehrsteilnehmer führt. Besonders wich­tig ist, dass Feuer- und Rettungswagen bei Einsätzen unge­hin­dert und auf dem schnells­ten Wege zum Einsatzort gelan­gen kön­nen.

Daher bit­tet ins­be­son­dere die Feuerwehr Grundbesitzer und Pächter darum, Straßen und Wege von Überwuchs frei­zu­hal­ten. Weiter sollte der Rückschnitt an Wirtschaftswegen, Fußwegen und Gassen erfol­gen. Hiesige Landwirte bekla­gen häu­fig, dass die Hecken nicht bis auf die Grundstücksgrenzen zurück­ge­schnit­ten wer­den und sie des­halb mit Ihren ohne­hin sehr brei­ten Landwirtschaftsfahrzeugen auf Felder aus­wei­chen müs­sen.

Hecken, Bäume und Sträucher soll­ten bis auf die Grundstücksgrenze, jedoch min­des­tens soweit zurück­ge­schnit­ten wer­den, dass keine Verkehrsteilnehmer gefähr­det wer­den. Auch abge­stor­bene Äste aus Bäumen müs­sen ent­fernt wer­den, damit beim Herunterfallen nie­mand ver­letzt wer­den kann. Gerade bei den aktu­el­len Witterungsbedingungen kann des­halb ein mehr­ma­li­ger Schnitt erfor­der­lich sein.

In der Zeit vom 1. März bis zum 30. September ist es ver­bo­ten, Hecken, Bäume und Sträucher zu roden, abzu­schnei­den oder zu zer­stö­ren. Form- und Pflegeschnitte sowie Maßnahmen zur Beseitigung ver­kehrs­ge­fähr­den­der Situationen blei­ben von die­ser Bestimmung unbe­rührt und kön­nen das ganze Jahr durch­ge­führt wer­den.

Liegt das Grundstück an öffent­li­chen Verkehrsflächen, ist zumin­dest das „Lichtraumprofil“ zu beach­ten. Anpflanzungen soll­ten bis zu einer Höhe von 2,50 m nicht über Rad- bzw. Gehwege ragen und an Straßen nicht bis zu einer Höhe von 4,50 m.

Zu beach­ten ist, dass Grundstückseigentümer ver­kehrs­si­che­rungs­pflich­tig sind und für Unfälle und Schäden haf­ten, die durch Überwuchs der Begrünung ent­ste­hen.

Zu der auf die Grundstückseigentümer über­tra­ge­nen Verkehrssicherungspflicht gehört auch die Straßenreinigung. Hierbei erstreckt sich die Fahrbahnreinigungspflicht jeweils bis zur Straßenmitte. Sollte nur auf einer Straßenseite ein rei­ni­gungs­pflich­ti­ger Anlieger vor­han­den sein, umfasst diese die gesamte Straßenfläche. Zu beach­ten ist auch, dass sämt­li­che Gehwege und Straßen, die an ein Grundstück gren­zen, zu rei­ni­gen sind. In eini­gen Fällen muss dann auch die Rückseite eines Grundstücks, das an eine Straße grenzt, gesäu­bert wer­den.

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