Dormagen: Stadtbibliothek erhält 2.000 Euro für Leseförderung von Jungen

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Die Stadtbibliothek Dormagen hat eine umfang­rei­che Spende erhal­ten. Die Kinderstiftung „Lesen bil­det“ unter­stützt mit 2.000 Euro das Projekt Leseförderung für Jungen.

Es lei­hen mehr Mädchen als Jungen Bücher und Medien bei uns aus“, sagt Claudia Schmidt, Leiterin der Stadtbibliothek. „Laut der Internationalen Grundschul-​Lese-​Untersuchung haben Jungen meist grö­ßere Schwierigkeiten beim Lesen als Mädchen. Deshalb wol­len wir jetzt noch ver­stärkt die Jungen fördern.“

Dafür sol­len vor­nehm­lich Bücher ange­schafft wer­den, die sich um Themen dre­hen, die gerade den männ­li­chen Nachwuchs inter­es­sie­ren: Bücher über Dinosaurier, Piraten und Fußball sowie Fantasyromane. Auch seien Kinderbuchreihen gerade bei Jungen sehr beliebt, sagt Schmidt. „Jungen brau­chen Vorbilder und die rich­ti­gen Bücher, die für sie inter­es­sant sind. Sowohl Lehrer und Erzieher als auch Bibliothekare müs­sen sich auf das andere Leseverhalten von Jungen einstellen.“

Von der Spende sol­len Bücher für ver­schie­dene Altersgruppen ange­schafft wer­den – von Bilderbüchern für die Kleinsten über Vorschulbücher und Erstes Lesealter bis hin zu Literatur für Zehn- bis Zwölfjährige. „Wir sind sehr froh, dass wir diese groß­zü­gige Spende erhal­ten haben. So kön­nen wir hof­fent­lich viel bewir­ken und noch mehr Jungen für das Lesen von Büchern begeis­tern“, sagt die Bibliotheksleiterin.

Hinter der Kinderstiftung „Lesen bil­det“ steckt ein bekann­ter und sehr enga­gier­ter Kopf: Heinz Mölder. Das lang­jäh­rige Vorstandsmitglied der Sparkasse Neuss hat sich zum Ende sei­ner beruf­li­chen Laufbahn einen Herzenswunsch erfüllt: 2014 grün­dete er mit einem klei­nen Team die Kinderstiftung, um die Leseförderung von Kindern best­mög­lich zu unter­stüt­zen. „Ich hatte das große Glück, in eine lesende Familie hin­ein­ge­bo­ren zu wer­den. Jeder aus unse­rer Familie besaß schon immer einen Bücherei-​Ausweis“, erin­nert sich Mölder. „Ich habe sehr viel Zeit mei­ner Kindheit und Jugend in Bibliotheken zuge­bracht. Lesen hat mein Leben nach­hal­tig geprägt.“

Doch nicht alle Kinder haben das Glück, an Bücher her­an­ge­führt zu wer­den. Andere inter­es­sie­ren sich erst gar nicht für Bücher, son­dern mehr für Sport oder andere Medien. „Aber auch sie wol­len wir moti­vie­ren, Bücher zu lesen und sich dadurch zu infor­mie­ren oder in die Welt der Geschichten ein­zu­tau­chen“, sagt Schmidt. „Davon pro­fi­tie­ren die Kinder ein Leben lang.“

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