Dormagen: Schülerexperimente im Humboldt Bayer Mobil

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Julian ist fas­zi­niert. Er hält das schwarze Gerät immer wie­der vor einen Gegenstand oder Mitschüler und schaut inter­es­siert auf den klei­nen Bildschirm.

Es ist eine Wärmebildkamera, die ihm in ver­schie­de­nen Abstufungen zeigt, wie warm oder kalt etwas bezie­hungs­weise jemand ist. Der Elfjährige ist mit sei­ner Klasse der Sekundarschule Dormagen zu Gast im Humboldt Bayer Mobil in Dormagen. Anstatt die Schulbank zu drü­cken, darf er heute mit sei­nen Mitschülern den Aufbau und die Funktionen des mensch­li­chen Körpers erforschen.

In dem rund 14 Meter lan­gen Expeditionstruck sind sechs Stationen zum Thema „Expedition mensch­li­cher Körper“ auf­ge­baut. An Station eins dreht sich alles um das Thema Temperatur. Julian darf mit der Wärmebildkamera mes­sen, wie warm das Wasser in den drei unter­schied­li­chen Schalen ist. Danach geht es ans Fühlen: Welches Wasser ist wär­mer, wel­ches käl­ter? Und macht es einen Unterschied, ob man vor­her etwas Warmes oder Kaltes ange­fasst hat? „Ja, das macht es. Denn wir kön­nen nur füh­len, ob etwas vor­her wär­mer oder käl­ter war“, erläu­tert Jasmina Weber. Die Biologiestudentin betreut die Schüler und unter­stützt sie bei den Experimenten. Weitere Stationen beschäf­ti­gen sich mit dem Schall und dem Hören, der Atmung, dem Sehen und dem Herz-Kreislauf-System.

Danielle (12), Rachel (11) und Julian (11) sind begeis­tert. „Es macht Spaß, wis­sen­schaft­li­che Experimente zu machen“, sagt Danielle. „Das dür­fen wir in der Schule noch nicht.“ Die 13-​jährige Mona stimmt ihr zu: „Es ist span­nend zu sehen, was pas­siert.“ Auch Ali (11) gefällt die völ­lig andere Form des Unterrichts sehr gut. „Wir kön­nen viel aus­pro­bie­ren und manch­mal ist man über­rascht, wie es funk­tio­niert“, sagt er.

Norbert Lui (Bayer) und Dormagens Zweiter Stellvertretender Bürgermeister Michael Dries mit Schülern der Sekundarschule. Foto: Stadt

Insgesamt vier Stunden kön­nen die Schüler alles aus­pro­bie­ren und ler­nen dabei spie­le­risch die Funktionen des mensch­li­chen Körpers bes­ser ken­nen. „Wir wol­len dadurch unsere Faszination für Wissenschaft an die Schüler wei­ter­ge­ben und ihr Interesse wecken“, sagt Weber. Der Bayer-​Projektverantwortliche Norbert Lui ergänzt: „Es ist ein wich­ti­ges und sehr span­nen­des Thema. Meinen eige­nen Kindern darf ich auch immer wie­der erklä­ren, wie die Natur funktioniert.“

Während die Jugendlichen noch flei­ßig wei­ter expe­ri­men­tie­ren und vor allem den Spaß an der Sache ent­deckt haben, betont Michael Dries, stell­ver­tre­te­ner Bürgermeister, dass das der Grundstein ist. „Dormagen ist ein Industriestandort. Wir hof­fen, dass unsere Jugendlichen sich in Zukunft für unsere Stadt ein­brin­gen.“ Lui ergänzt: „Wir sind immer auf der Suche nach guten Leuten. Wir brau­chen den Nachwuchs.“

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