Dormagen: Stadt initi­iert Pakt für den Leistungssport

Dormagen – Die Neuausrichtung der Sportlerehrung war der erste Schritt. Jetzt sol­len wei­tere fol­gen, damit Leistungssportlerinnen und Leistungssportler in Dormagen künf­tig noch bes­ser geför­dert wer­den kön­nen und mehr Wertschätzung spü­ren.

Deshalb hat der Sportservice der Stadt in Zusammenarbeit mit den Bundesstützpunkten Fechten und Ringen jetzt einen Pakt für den Leistungssport initi­iert. „Dormagen ist Sportstadt, das kommt gerade in der Verbundenheit und guten Zusammenarbeit zwi­schen Stadt und Sportvereinen zum Ausdruck“, erklärt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Und wir wol­len bes­ser wer­den. Deshalb müs­sen wir uns stän­dig wei­ter­ent­wi­ckeln, für noch bes­sere Bedingungen und eine noch attrak­ti­vere Förderkulisse sor­gen. Dazu ist auch der Dialog mit exter­nen Fachleuten von zen­tra­ler Bedeutung.“

Um die­sen Dialog in Gang zu brin­gen, konnte Sportservice-​Leiter Swen Möser mit Prof. Dr. Swen Körner von der Deutschen Sporthochschule Köln und Annika Reese vom Olympiastützpunkt Rheinland zwei wert­volle Referenten für den ers­ten Tag des Leistungssports am Dienstag, 1. Oktober, in der Kulturhalle gewin­nen. Die bei­den Sportfachleute lie­fer­ten wich­ti­gen Input. Der ehe­ma­lige Dormagener Leistungssportler Swen Körner ver­deut­lichte anschau­lich die Zusammenhänge zwi­schen Leistungssport und gesell­schaft­li­chem Umfeld. Körner stellte dabei die Motivationsarten der Leistungssportler her­aus und zeigte Ansatzpunkte für die Stadt auf, um die Motivation der Sportler zu stei­gern.

Annika Reese stellte als Fachfrau für Laufbahnberatung und duale Karriereplanung die Vorteile von Leistungssportlern im Beruf her­aus und ver­deut­lichte die geän­der­ten Rahmenbedingungen bei der Sportförderung von Bundesstützpunkten aus Sicht des Olympiastützpunktes. Diese Veränderungen und die damit ver­bun­de­nen Auswirkungen auf die Bundesstützpunkte in Dormagen mach­ten auch die bei­den Mitorganisatoren Heinz Schmitz (Stützpunktleiter Ringen) und Olaf Kawald (Stützpunktleiter Fechten) in ihrem Vortrag deut­lich. Sie zeig­ten auf, dass diese Veränderung erheb­li­che Auswirkungen auf die Sportlandschaft in Dormagen haben kann.

Auch Bürgermeister Lierenfeld lobte das neue Gesprächsformat: „Das war ein guter und kon­struk­ti­ver Austausch. Wir möch­ten, dass dar­aus dem­nächst kon­krete Schritte fol­gen. Deshalb wer­den wir dem Sportausschuss Ideen vor­schla­gen, was wir in Zukunft noch unter­neh­men kön­nen, um den Leistungssport in Dormagen zu för­dern. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir unsere Förderrichtlinien über­ar­bei­ten. Aber auch, dass wir Leistungssportlern künf­tig mög­lichst viel­fäl­tige beruf­li­che Erfahrungen bei der Stadt ermög­li­chen wol­len.“ Eine ent­spre­chende Vorlage werde vom Sportservice jetzt erar­bei­tet.

2020 soll wie­der ein Tag des Leistungssports statt­fin­den, ver­si­chert Möser: „Wir wol­len das nächs­tes Jahr auf jeden Fall wie­der­ho­len. Denn das Format ver­eint prak­ti­sche Erfahrungen und sport­li­chen Sachverstand. Das bie­tet viel­fäl­tige Anknüpfungspunkte für unsere täg­li­che Arbeit“, so Möser.

(v. l.): Heinz Schmitz (Leiter Bundesstützpunkt Ringen), Bürgermeister Erik Lierenfeld, Olaf Kawald (Leiter Bundesstützpunkt Fechten), Moderator Detlev Zenk und Sportservice-​Leiter Swen Möser. Foto: Stadt
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