Meerbusch: Blühpaten fei­ern gemein­sam mit Landwirten

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Meerbusch – 50.000 Quadratmeter Blühstreifen, 106 Paten, 10 betei­ligte Landwirte – das ist die posi­tive Bilanz für die erste Blühstreifenaktion der Meerbuscher Landwirte und des Hegerings.

Am Freitag, 27. September, haben Bauern und Paten gemein­sam das erfolg­rei­che Ergebnis gefei­ert. Auf dem Hof von Rainer Roos, der eben­falls Flächen für Blühstreifen zur Verfügung gestellt hat, wurde den Paten das Projekt noch ein­mal detail­liert vor­ge­stellt und resümiert.

18 Parzellen hat­ten die Bauern für die Aktion zur Verfügung gestellt. Die Paten haben mit ihren Beiträgen die Hälfte des Saatgutes über­nom­men. „Die andere Hälfte haben wir Landwirte bei­gesteu­ert. Wir haben dabei auf Wildblumenmischungen geach­tet, die die Artenvielfalt för­dern“, berich­tet Bernhard Leuchten vom Hegering Meerbusch. Sein Bruder und Initiator der Blühstreifenaktion, Heinrich Leuchten, ergänzt: „Wir hat­ten zu Beginn des Jahres die Idee und sind bereits im April gestar­tet. Die Beteiligung war für uns über­wäl­ti­gend. Innerhalb kür­zes­ter Zeit haben wir die maxi­male Anzahl an Paten erreicht“.

Die Stadt Meerbusch hat die Aktion mit Öffentlichkeitsarbeit und der Beschilderung der Parzellen unter­stützt. „Ich freue mich über so viel Engagement, sowohl der Landwirte als auch der Blühpaten. Die Stadt Meerbusch ist teil des ”Aktionsbündnis Insekten” des Rhein-​Kreis-​Neuss. Das Blühstreifenprojekt unse­rer Landwirte ist inner­halb des Kreises vor­bild­haft“, so Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage.

Wissenschaftlich unter­stützt wurde das Projekt von Diplom-​Ökologe Helmut Kessler. Er begrüßt die Initiative der Meerbuscher Landwirte. „Man muss die Welt mit den Augen der Insekten sehen. Nicht alles, was präch­tig blüht, ist gut für Insekten. Darauf haben die Landwirte bei der Auswahl des Saatgutes aber geach­tet. Um dem Rückgang der Artenvielfalt ent­ge­gen zu wir­ken, ist dies der Schritt in die rich­tige Richtung. Natürlich gibt es hier und da Optimierungsbedarf.

Darüber habe ich aber bereits mit den Landwirten gespro­chen, wie eine grö­ßere Vielfalt des Saatgutes sowie mehr­jäh­rige Wildblumenmischungen“, so Kessler. Dass es die Blühstreifenaktion im Jahr 2020 wie­der geben wird, steht indes auch fest. Demnächst kön­nen die Patenschaftsanträge auf den Internetseiten des Hegerings unter www​.hege​ring​-meer​busch​.de und der Stadt Meerbusch unter www​.meer​busch​.de her­un­ter­ge­la­den werden.

Foto-​Info: Ziehen eine posi­tive Bilanz des Blühstreifen-​Projekts: Bernhard Leuchten (1.v.l.) und Claudia Lindner (5.v.l.) vom Hegering Meerbusch, Initiator Heinrich Leuchten (4.v.l.) mit sei­nem Sohn Stefan (2.v.l.), Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage (3.v.l.) sowie die Landwirte Johannes Paas, Rainer Roos, Markus Bolten und Gerhard Bommers (v.r.n.l.).

Foto: Stadt
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