Neuss: Stadt soll sich „365-​Euro-​Jahresticket” einsetzen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Der Planungsausschuss hat am 26. September auf Initiative der SPD Neuss beschlos­sen, dass die Stadt Neuss sich gemein­sam mit den Stadtwerken im Verkehrsverbund Rhein-​Ruhr (VRR) dafür ein­set­zen soll, dass auch in der Stadt Neuss ein „365-​Euro-​Jahresticket” ange­bo­ten wer­den kann.

Wir freuen uns, dass durch unse­ren Einsatz end­lich ein ers­ter Grundsatzbeschluss für güns­ti­gere Ticketpreise für Busse und Bahnen gefasst wer­den konnte“, sagt der Neusser SPD-​Vorsitzende Sascha Karbowiak. Einen ers­ten detail­lier­ten Antrag der SPD hat­ten CDU und Grüne ohne Abstimmung zwei Mal ver­tagt. Und auch in dem dafür vor­ge­se­he­nen Gremium – dem Arbeitskreis ÖPNV – stand der Antrag nicht auf der Tagesordnung.
 
Im VRR soll nach einer Lösung gesucht werden
„Aus die­sem Grund haben wir gemein­sam mit der FDP, den Linken und der UWG/​Davarci einen neuen Anlauf unter­nom­men“, so Sascha Karbowiak wei­ter. Auf Antrag von CDU und Grünen wurde in der Sitzung beschlos­sen, dass zunächst ein­mal eine Lösung im VRR ange­strebt wer­den soll. „Diesen Änderungsantrag haben wir zunächst ein­mal mit­ge­tra­gen“, erklärt Sascha Karbowiak. Andernfalls wäre die Initiative von SPD, FDP, Linken und UWG/​Davarci ver­mut­lich abge­lehnt wor­den. Die SPD hat aller­dings bereits in der Sitzung ange­kün­digt, sich not­falls auch für eine Lösung ohne finan­zi­elle Unterstützung durch den VRR ein­set­zen zu wol­len. Die Kosten für ein „365-​Euro-​Jahresticket” müsste dann aller­dings die Stadt Neuss alleine tragen.
 
Schulterschluss der bei­den SPD-Bürgermeister 
Bürgermeister Reiner Breuer hat mit dem Beschluss vom ver­gan­ge­nen Donnerstag, den 26.09.2019, aber end­lich das für ihn nötige Votum der Politik, um seine Gespräche mit dem Düsseldorfer Bürgermeister Thomas Geisel kon­kre­ti­sie­ren zu kön­nen. Beide wol­len sich jetzt im VRR für güns­ti­gere Ticketpreise und die Einführung eines „365-​Euro-​Jahrestickets” ein­set­zen. Denn die Einführung eines sol­chen Tickets wäre ins­be­son­dere dann sinn­voll, wenn Neusserinnen und Neusser mit dem Ticket auch nach Düsseldorf fah­ren kön­nen. Beide Bürgermeister möch­ten mit ihrer Initiative auch errei­chen, dass der VRR sowie die Bundes- und Landesregierung die inter­es­sier­ten Städte und Gemeinden auch finan­zi­ell bei der Einführung von güns­ti­ge­ren Ticketpreisen für Busse und Bahnen unterstützt.
 
Bessere Anbindung der Stadtteile auf den Weg gebracht
Darüber hin­aus wur­den die Stadtwerke Neuss beauf­tragt, ins­be­son­dere die Stadtteile im Neusser Süden deut­lich bes­ser an das Bus- und Bahnnetz anzu­bin­den. Die Stadtwerke sol­len in einem ers­ten Schritt gemein­sam mit der Stadt Neuss ent­spre­chende Verbesserungsvorschläge erar­bei­ten. Auch für die­sen seit vie­len Jahren über­fäl­li­gen Beschluss setzt sich die SPD seit vie­len Jahren ein. „Wir wer­den nun­mehr dar­auf drän­gen, dass in den Bezirksausschüssen auch zeit­nah kon­krete Vorschläge vor­ge­stellt wer­den“, so Karbowiak abschließend.

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