Neuss: Bombenverdacht im Barbaraviertel – Öffnung des Verdachtspunktes erfolgt am Sonntag – Nachtrag!

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Am Sonntag, 29. September 2019, prü­fen Kampfmittel-​Experten der Bezirksregierung Düsseldorf einen Bombenverdacht im Bereich „Im Gleisdreieck“ im Barbaraviertel in Neuss. 

Der Verdachtspunkt unweit der Unterführung Büdericher Straße /​Xantener Straße wird ab 7 Uhr mor­gens geöff­net. Von den Arbeiten ist eine Schienen-​Hauptachse des Personennahverkehrs der Deutschen Bahn betrof­fen, als Vorarbeiten müs­sen zunächst ent­spre­chende Leitungen im Bereich gekappt und Gleise abge­baut werden.

Sollte sich der Verdacht bestä­ti­gen, wer­den umge­hend alle in den Einsatz invol­vier­ten Beteiligten wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Stadtwerke, Deutsche Bahn und Weitere infor­miert, um vor­be­rei­tende Maßnahmen für die Entschärfung in Gang zu set­zen. Diese soll rund fünf Stunden nach Abschluss der Untersuchung der Fundstelle beginnen.

Die Bürgerinnen und Bürger sind ange­hal­ten, am Sonntagvormittag aktu­elle Informationen über die Warn-​App „NINA“, das Radio sowie über die Homepage der Stadt Neuss und deren Social-​Media-​Kanäle zu bezie­hen. Anwohnerinnen und Anwohner des betrof­fe­nen Gebietes wer­den im Falle einer statt­fin­den­den Entschärfung zusätz­lich über Lautsprechansagen informiert.

Von mög­li­chen Evakuierungsmaßnahmen wären Anwohnerinnen und Anwohner der Stadtteile Barabaraviertel, Weißenberg und der Bolssiedlung betroffen.

Sollte es sich bei dem Verdachtsfall um eine Fünf-​Zentner-​Bombe han­deln, müs­sen zwei Personen aus dem Gefahrenbereich A (250 Meter) eva­ku­iert wer­den. Für 189 Menschen gilt im Gefahrenbereich B zudem soge­nann­tes „luft­schutz­mä­ßi­ges Verhalten“, das bedeu­tet, sie dür­fen sich bei­spiels­weise nicht im Freien auf­hal­ten und nicht im Dachgeschoss ihrer Gebäude.

Im Fall des Fundes einer Zehn-​Zentner-​Bombe ver­grö­ßern sich die Gefahrenbereiche. Dann müs­sen 189 Personen aus dem Bereich A (500 Meter) eva­ku­iert wer­den und für 7.140 Menschen gilt im Bereich B (1.000 Meter) „luft­schutz­mä­ßi­ges Verhalten“.

Mögliche Evakuierungszonen. Karte: Stadt

Die Einsatzkräfte wer­den 75 Minuten vor dem Entschärfungszeitpunkt das betrof­fene Gebiet sper­ren. Alle Anwohnerinnen und Anwohner soll­ten den Bereich A nach Möglichkeit schon vor­her ver­las­sen haben. Gehunfähige Personen kön­nen Hilfe in Anspruch neh­men und sich bei der Kreisleitstelle unter 02131/​1350 mel­den. Im Gefahrenbereich B (der jeweils äußere Kreis der Karte) gilt eine Stunde vor Beginn der Entschärfung „luft­schutz­mä­ßi­ges Verhalten“.

Die Bombenentschärfung hat auch Auswirkungen auf den ÖPNV
Die Buslinien 841 und 854 der Stadtwerke Neuss sind von den mög­li­chen Sperrungen betrof­fen und wer­den das Gefahrengebiet eine Stunde vor Beginn der Entschärfung nicht mehr anfah­ren. Ebenfalls von den Sperrungen betrof­fen sind fol­gende Linien der Rheinbahn: Die Stadtbahn der Linie U75 endet am Handweiser. Die Buslinie 828 endet an der Haltestelle „Meerbusch Autobahn“, die Buslinie 830 endet eben­falls am Handweiser. Die Bahnstrecken der Deutschen Bahn wer­den 30 Minuten vor Beginn der Entschärfung voll gesperrt. Weitere Informationen hierzu sind über die InfoKanäle der Deutschen Bahn, der Rheinbahn und der Stadtwerke Neuss abzurufen.

Nach der Entschärfung der Bombe wer­den die Anwohnerinnen und Anwohner umge­hend infor­miert. Die Bürgerinnen und Bürger wer­den gebe­ten, auch hör- und seh­be­hin­derte Nachbarn und Personen mit schlech­ten Sprachkenntnissen zu informieren.

Für Bürgerinnen und Bürger, die noch wei­tere Fragen zur Bombenentschärfung haben, hat die Stadt Neuss unter der Rufnummer 02131/​909090 ein Info-​Telefon eingerichtet.

Nachtrag 29.09.2019, 09:20 Uhr

Entwarnung – Bombenverdacht nicht bestä­tigt! Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes haben in den frü­hen Morgenstunden die Verdachtsfläche „Im Gleisdreieck“ im Neusser Barbaraviertel frei­ge­legt, haben keine Bombe gefun­den und kön­nen nun die Grube wie­der schließen.

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