Neuss: Bombenverdacht im Barbaraviertel – Öffnung des Verdachtspunktes erfolgt am Sonntag – Nachtrag!

Neuss – Am Sonntag, 29. September 2019, prü­fen Kampfmittel-​Experten der Bezirksregierung Düsseldorf einen Bombenverdacht im Bereich „Im Gleisdreieck“ im Barbaraviertel in Neuss.

Der Verdachtspunkt unweit der Unterführung Büdericher Straße /​Xantener Straße wird ab 7 Uhr mor­gens geöff­net. Von den Arbeiten ist eine Schienen-​Hauptachse des Personennahverkehrs der Deutschen Bahn betrof­fen, als Vorarbeiten müs­sen zunächst ent­spre­chende Leitungen im Bereich gekappt und Gleise abge­baut wer­den.

Sollte sich der Verdacht bestä­ti­gen, wer­den umge­hend alle in den Einsatz invol­vier­ten Beteiligten wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Stadtwerke, Deutsche Bahn und Weitere infor­miert, um vor­be­rei­tende Maßnahmen für die Entschärfung in Gang zu set­zen. Diese soll rund fünf Stunden nach Abschluss der Untersuchung der Fundstelle begin­nen.

Die Bürgerinnen und Bürger sind ange­hal­ten, am Sonntagvormittag aktu­elle Informationen über die Warn-​App „NINA“, das Radio sowie über die Homepage der Stadt Neuss und deren Social-​Media-​Kanäle zu bezie­hen. Anwohnerinnen und Anwohner des betrof­fe­nen Gebietes wer­den im Falle einer statt­fin­den­den Entschärfung zusätz­lich über Lautsprechansagen infor­miert.

Von mög­li­chen Evakuierungsmaßnahmen wären Anwohnerinnen und Anwohner der Stadtteile Barabaraviertel, Weißenberg und der Bolssiedlung betrof­fen.

Sollte es sich bei dem Verdachtsfall um eine Fünf-​Zentner-​Bombe han­deln, müs­sen zwei Personen aus dem Gefahrenbereich A (250 Meter) eva­ku­iert wer­den. Für 189 Menschen gilt im Gefahrenbereich B zudem soge­nann­tes „luft­schutz­mä­ßi­ges Verhalten“, das bedeu­tet, sie dür­fen sich bei­spiels­weise nicht im Freien auf­hal­ten und nicht im Dachgeschoss ihrer Gebäude.

Im Fall des Fundes einer Zehn-​Zentner-​Bombe ver­grö­ßern sich die Gefahrenbereiche. Dann müs­sen 189 Personen aus dem Bereich A (500 Meter) eva­ku­iert wer­den und für 7.140 Menschen gilt im Bereich B (1.000 Meter) „luft­schutz­mä­ßi­ges Verhalten“.

Mögliche Evakuierungszonen. Karte: Stadt

Die Einsatzkräfte wer­den 75 Minuten vor dem Entschärfungszeitpunkt das betrof­fene Gebiet sper­ren. Alle Anwohnerinnen und Anwohner soll­ten den Bereich A nach Möglichkeit schon vor­her ver­las­sen haben. Gehunfähige Personen kön­nen Hilfe in Anspruch neh­men und sich bei der Kreisleitstelle unter 02131/​1350 mel­den. Im Gefahrenbereich B (der jeweils äußere Kreis der Karte) gilt eine Stunde vor Beginn der Entschärfung „luft­schutz­mä­ßi­ges Verhalten“.

Die Bombenentschärfung hat auch Auswirkungen auf den ÖPNV:
Die Buslinien 841 und 854 der Stadtwerke Neuss sind von den mög­li­chen Sperrungen betrof­fen und wer­den das Gefahrengebiet eine Stunde vor Beginn der Entschärfung nicht mehr anfah­ren. Ebenfalls von den Sperrungen betrof­fen sind fol­gende Linien der Rheinbahn: Die Stadtbahn der Linie U75 endet am Handweiser. Die Buslinie 828 endet an der Haltestelle „Meerbusch Autobahn“, die Buslinie 830 endet eben­falls am Handweiser. Die Bahnstrecken der Deutschen Bahn wer­den 30 Minuten vor Beginn der Entschärfung voll gesperrt. Weitere Informationen hierzu sind über die InfoKanäle der Deutschen Bahn, der Rheinbahn und der Stadtwerke Neuss abzu­ru­fen.

Nach der Entschärfung der Bombe wer­den die Anwohnerinnen und Anwohner umge­hend infor­miert. Die Bürgerinnen und Bürger wer­den gebe­ten, auch hör- und seh­be­hin­derte Nachbarn und Personen mit schlech­ten Sprachkenntnissen zu infor­mie­ren.

Für Bürgerinnen und Bürger, die noch wei­tere Fragen zur Bombenentschärfung haben, hat die Stadt Neuss unter der Rufnummer 02131/​909090 ein Info-​Telefon ein­ge­rich­tet.

Nachtrag 29.09.2019, 09:20 Uhr

Entwarnung – Bombenverdacht nicht bestä­tigt! Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes haben in den frü­hen Morgenstunden die Verdachtsfläche „Im Gleisdreieck“ im Neusser Barbaraviertel frei­ge­legt, haben keine Bombe gefun­den und kön­nen nun die Grube wie­der schlie­ßen.

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