Grevenbroich: Bürgermeister aus Grevenbroich und Bedburgs Gespräch mit dem Betriebsrat von Hydro

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Nachdem das Grevenbroicher Aluminiumwerk Hydro mas­si­ven Stellenabbau ange­kün­digt hat, führ­ten am Wochenende Bürgermeister Klaus Krützen und Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach mit dem Betriebsrat von Hydro gemein­same Gespräche.

In Grevenbroich sol­len rund 350 Stellen weg­fal­len. Der Betriebsrat geht aller­dings davon aus, dass fast 500 Stellen am Standort Grevenbroich betrof­fen sein könn­ten. Da der Betriebsrat befürch­tet, dass es noch schlim­mer kom­men könnte, sind die Bemühungen umso grö­ßer, so viele Arbeitsplätze wie mög­lich in Grevenbroich zu erhalten.

Im Gespräch bedau­ert Bürgermeister Klaus Krützen den geplan­ten Stellenabbau sowie die Art und Weise der Kommunikation die­ser gra­vie­ren­den Entscheidung. Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach zeigt sich ent­täuscht, dass es bei sol­chen Entscheidungen oft­mals die erste Idee ist, Personal abzu­bauen. Auch viele Bürgerinnen und Bürger aus Bedburg sind bei Hydro ange­stellt und vom Stellenabbau akut betroffen.

Im gemein­sa­men Gespräch wird deut­lich, dass der Betriebsrat von Hydro in der momen­tan ange­spann­ten Situation Visionen und Perspektiven aus der Führungsebene ver­misst. Bürgermeister Klaus Krützen kri­ti­siert, dass die Unternehmenspolitik von Hydro offen­sicht­lich die Wirtschaftlichkeit an ers­ter Stelle sieht und dies zu Lasten der Arbeitnehmer. Dabei weicht die aktu­elle prak­ti­zierte Maxime des Aluminiumbetriebes „Wirtschaftlichkeit first“ extrem von den fünf einst so wert­ge­schätz­ten Unternehmensphilosophien maß­geb­lich ab:

Auf dem nahe­ge­le­ge­nen Kreisverkehr am Hydro-​Werk hatte der Kölner Künstler Klaus Hollenbeck fünf rie­sige Aluminium-​Stelen instal­liert. Diese ste­hen für die fünf (eins­ti­gen) Grundwerte der Unternehmensphilosophie von Hydro – Mut, Respekt, Entschlossenheit, Kooperation und Weitblick.

Die Mitteilung über den Stellenabbau in Grevenbroich hat viele Menschen aus der Region dazu ver­an­lasst, ihr Bedauern dar­über zum Ausdruck zu brin­gen. – Dieser Umstand zeigt deut­lich, dass Hydro fest in der Region rund um Grevenbroich ver­wur­zelt ist. Der Betriebsrat bedankt sich aus­drück­lich bei bei­den Bürgermeistern für die Unterstützung. Die Gesprächspartner blei­ben wei­ter­hin im engen Austausch in die­ser Angelegenheit.

Bürgermeister Klaus Krützen (Erster von links), Bürgermeister Sascha Solbach (Vierter von links) mit dem Betriebsrat von Hydro. Foto: Stadt
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