Dormagen: Bürgermeister unter­stützt Resolution für mehr Respekt vor Einsatzkräften

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Die Leistung der Polizeibeamten und Rettungskräfte im Rhein-​Kreis Neuss ver­dient den Respekt der Bevölkerung. Diesen Tenor hat die Resolution, die die Hauptverwaltungsbeamtenkonferenz am Mittwoch, 11. September, in Dormagen ver­ab­schie­det hat. 

In der Erklärung der Spitzen der Kommunen an Rhein und Erft heißt es: „Leider erle­ben jedoch gerade die Menschen, deren Aufgabe und ehren­amt­li­che oder beruf­li­che Verpflichtung es ist, unser fried­li­ches und geschütz­tes Zusammenleben zu gewähr­leis­ten, dass ihnen dabei Hass und blinde Aggression ent­ge­gen­schla­gen. Sie sind nicht nur ver­ba­len und kör­per­li­chen Angriffen ausgesetzt.“

Auch Behinderungen durch Schaulustige und foto­gra­fie­rende oder fil­mende Gaffer, die kein Verständnis für die Arbeit von Polizei oder Feuerwehr zeig­ten, seien ein immer grö­ßer wer­den­des Problem. „Wenn so ein Verhalten dazu führt, dass die­je­ni­gen, die Mitmenschen in Notsituationen hel­fen wol­len, nicht recht­zei­tig an den Einsatzort kom­men, dann ist das nicht hin­nehm­bar“, so Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Deshalb ist unsere Resolution ein wich­ti­ges Signal.“

Dass der­ar­tige Übergriffe und Behinderungen weder für die Einsatzkräfte noch für die auf Hilfe war­ten­den Bürgerinnen und Bürger hin­nehm­bar seien, betont auch der Resolutionstext: „Es kenn­zeich­net lei­der unsere gegen­wär­tige Gesellschaft, dass sich Gewalt und Respektlosigkeit unge­bremst ent­wi­ckeln und wir alle in zuneh­men­den Maße dem aus­ge­setzt sind. Wir müs­sen des­halb mit beson­de­rem gesell­schaft­li­chen Engagement zu errei­chen suchen, dass Übergriffe nicht ent­ste­hen oder spä­tes­tens in der Entstehung abge­wen­det wer­den“, heißt es dort.

Wir wol­len auch wei­ter­hin in einem Kreis leben, in dem die Bürgerinnen und Bürger im Vertrauen auf pro­fes­sio­nelle Hilfe vor allen Gefahren best­mög­lich geschützt wer­den“, stel­len die Politiker klar. Sie for­dern daher die öffent­li­che Ächtung von Aggression und Gewalt in jeg­li­cher Form gegen die Einsatzkräfte sowie die Anzeige und Verfolgung jedes Angriffs auf sie.

Wichtig seien auch der Rechtsschutz für die Geltendmachung der wäh­rend eines Einsatzes ent­stan­de­nen Ansprüche sowie die Unterstützung von Frauen und Männern der Polizei, der Rettungsdienste und des Brandschutzes durch Schulung in der Sozial- und Konfliktkompetenz und dem Training zur Abwehr von Attacken. Eine aktive oder defen­sive Ausrüstung zum per­sön­li­chen Schutz im Rettungsdienst und Brandschutz leh­nen der Landrat und die Bürgermeister ab.

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