Rhein-​Kreis Neuss: Rauchmeldertag am 13. September 2019

Rhein-​Kreis Neuss – Am Freitag, 13. September ist bun­des­wei­ter Rauchmeldertag. Unter dem Motto „120 Sekunden, um zu über­le­ben!“ star­tet die Initiative „Rauchmelder ret­ten Leben“ mit Unterstützung des Verbandes der Feuerwehren im Rhein-​Kreis Neuss an die­sem Tag eine neue Kampagne zur Aufklärung der Bevölkerung über das rich­tige Verhalten im Brandfall.

Die meis­ten Menschen wis­sen nicht, wie sie im Brandfall rich­tig reagie­ren und brin­gen so ihr Leben in Gefahr. Wenn es brennt und der Rauchmelder alar­miert, blei­ben nur rund 120 Sekunden Zeit um sich in Sicherheit zu brin­gen“, erklärt Stefan Meuter, Vorsitzender des Verbandes und ergänzt: „Das Installieren von Rauchmeldern und das rich­tige Verhalten im Brandfall sind daher lebens­wich­tig.“ So kön­nen schon drei Atemzüge des hoch­gif­ti­gen Brandrauches töd­lich sein. „Hier ist Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung drin­gend erfor­der­lich“, meint Meuter.

Teil der Aufklärungskampagne „120 Sekunden, um zu über­le­ben!“ ist ein bun­des­wei­ter und mit 5.000 Euro dotier­ter Wettbewerb für Schüler der Klassen 7 – 10. Er soll hel­fen, das rich­tige Verhalten im Brandfall zu erler­nen und krea­tiv wei­ter zu ver­mit­teln. Auf der Webseite www​.120​sek​.de fin­den Lehrer, Schüler und Feuerwehren alle Informationen zum Wettbewerb, dem Preisgeld sowie Arbeitsmaterialien.

Im Brandfall rät Meuter, Ruhe zu bewah­ren: „Betroffene soll­ten ruhig, aber schnellst­mög­lich die Wohnung ver­las­sen.“ Bei einem Brand im Treppenhaus oder wenn die­ses ver­raucht ist, rät der Feuerwehrmann in der Wohnung zu blei­ben und über den Notruf 112 Hilfe zu rufen. „Wichtig ist dabei, alle Türen zu schlie­ßen, damit Feuer und Rauch nicht in die Wohnung gelan­gen“, so Meuter.

In Deutschland brennt es jähr­lich etwa 200 000 Mal und jeden Monat fal­len etwa 30 Menschen Wohnungsbränden zum Opfer. Ursache ist meist eine Rauchvergiftung. Richtig instal­lierte und regel­mä­ßig gewar­tete Rauchmelder ret­ten Leben, indem sie recht­zei­tig vor der töd­li­chen Gefahr war­nen. „Wir appel­lie­ren daher an alle Wohneigentümer, die in ganz Deutschland gel­tende Rauchmelderpflicht auch tat­säch­lich umzu­set­zen.“

Insbesondere seien viele ältere Senioren unter den Eigentümern gefähr­det. Sie kön­nen nicht mehr so schnell reagie­ren und vor allem nachts das Bett nicht so ein­fach ver­las­sen. Auch seien sie mit der Installation und Pflege der Rauchmelder oft kör­per­lich über­for­dert. „Daher rich­tet sich der Appell der Initiative auch an die Angehörigen von Wohnungseigentümern”, erläu­tert Meuter.

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