Neuss: CDU-​Kreistagsfraktion – Kreisgemeinschaft ist gefor­dert – Entlassungen bei Hydro

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die Nachricht vom geplan­ten Stellenabbau und der Schließung der Folienherstellung im Grevenbroicher Werk des Unternehmens Hydro löste beim Vorsitzenden der CDU-​Kreistagsfraktion, Dr. Dieter W. Welsink, gro­ßes Bedauern aus.

Diese Entscheidung des Unternehmens ist unter öko­no­mi­schen Gesichtspunkten nach­voll­zieh­bar, gleich­wohl ist die Entlassung von 343 gut aus­ge­bil­de­ten Fachkräften ein Schlag ins Kontor für unsere Bemühungen, den Rhein-​Kreis Neuss als inno­va­ti­ven und attrak­ti­ven Wirtschaftsstandort über die Zeit des Strukturwandels hin­aus zu sichern.

Zugleich müs­sen natür­lich schnellst­mög­lich alter­na­tive Jobs für die jet­zi­gen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens gefun­den wer­den. Insofern unter­stützt unsere Fraktion die Bestrebungen des Landrates gemein­sam mit Hydro und der Kreiswirtschaftsförderung neue Beschäftigungsperspektiven zu schaffen.“

Das Unternehmen hatte die Entscheidung zum Stellenabbau durch einen mas­si­ven Kostendruck in der zu per­so­nal­in­ten­si­ven, weil haupt­säch­lich manu­el­len, Fertigung begründet.

In den Augen des Kreistagspolitikers sei dies aber auch als Weckruf zu ver­ste­hen, die Bemühungen des Kreises und sei­ner Kommunen zur Stärkung der hei­mi­schen Wirtschaft zu bün­deln und gemein­sam neue Anreize und Ansatzpunkte für Unternehmen mit inter­es­san­ten Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.

Die wirt­schaft­li­che Situation im Rhein-​Kreis Neuss kann man als sta­bil beschrei­ben. Zufriedenstellen ist sie indes nicht, auch ange­sichts der ver­öf­fent­lich­ten Nachrichten aus Grevenbroich. Entwicklungen wie diese zei­gen, wie vola­til auch hier ansäs­sige Unternehmen auf die für sie ent­schei­den­den Rahmenbedingungen reagie­ren. Wir – damit spre­che ich kon­kret die Kreispolitik an – müs­sen zum einen bes­ser darin wer­den, die rich­ti­gen Rahmenbedingungen zu set­zen um neue Unternehmen anzu­wer­ben und dabei gleich­zei­tig die Bedürfnisse der bereits ansäs­si­gen Branchen auf­grei­fen und sich für diese stark­ma­chen. Die CDU-​Kreistagsfraktion setzt sich daher für die Erarbeitung eines Konzeptes zur Stärkung der Wirtschaft im Rhein-​Kreis Neuss ein, in wel­chem die Kreisgemeinschaft gemein­same wirt­schaft­li­che Ziele defi­niert.“ so Welsink.

Der Neusser Unternehmer und CDU-​Kreistagsabgeordnete Johann-​Andreas Werhahn schil­dert die not­wen­dige Herangehensweise an das Konzept aus sei­ner Sicht: „Unternehmen brau­chen bere­chen­bare Rahmenbedingungen. Diese bil­den die Basis für die unter­neh­mens­in­ter­nen Entscheidungsfindungen. Wenn keine Rahmen oder keine pas­sen­den Strukturen vor­han­den sind, wer­den mit­un­ter Entscheidungen getrof­fen, die mit nega­ti­ven Folgen für eine Stadt, eine Region ver­bun­den sind. Der Rhein-​Kreis Neuss hat Unternehmen eini­ges zu bie­ten: gut aus­ge­bil­dete Menschen, eine Dienstleistungs- und Industrietradition, eine leis­tungs­fä­hige Infrastruktur mit Autobahn, Hafen und Flughafen, zudem attrak­tive Sport- und Kulturlandschaften.

Dieses Potenzial kann und muss die Kreispolitik aktiv för­dern, die letzt­end­li­chen Entscheidungen für oder gegen eine Unternehmensansiedlung, für oder gegen den Abbau von Stellen lie­gen letzt­lich immer in der Hand der Unternehmensführung. Politik kann Stabilität her­stel­len, kann bere­chen­bare Handlungen als Rahmen bie­ten, kann wer­ben für den Standort. Insofern müs­sen wir jetzt han­deln, jetzt die Rahmen für die mit dem Strukturwandel ver­bun­de­nen Veränderungen set­zen, jetzt güns­ti­gen Strom aus dem Norden in unsere Region lei­ten, jetzt Reserven für mög­li­che Gewerbeflächen in der Zukunft sichern, jetzt aktiv wer­den für die Zukunft unse­rer Kinder.“

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