Rhein-​Kreis Neuss: Landrat bedau­ert Stellenabbau bei Hydro – über 340 Vollzeitstellen betrof­fen

Rhein-​Kreis Neuss – Mit gro­ßem Bedauern hat Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke die Nachricht über den geplan­ten Stellenabbau im Bereich der Folienproduktion bei Hydro Aluminium in Grevenbroich auf­ge­nom­men.

Es ist bit­ter für die Beschäftigten und das Unternehmen, dass die inter­na­tio­nale Entwicklung Hydro dazu zwingt, eine so große Zahl an Arbeitsplätzen abzu­bauen“, so der Landrat. Der Abbau müsse sozial aus­ge­wo­gen erfol­gen, for­dert Petrauschke und ist bereits im Gespräch mit Hydro.

Wichtig ist, dass Perspektiven für mög­li­cher­weise betrof­fene Beschäftigte und den Wirtschaftsstandort erar­bei­tet wer­den: „Viele Unternehmen sind auf der Suche nach gut aus­ge­bil­de­ten Fachkräften. Gemeinsam mit dem Unternehmen, unse­rer Wirtschaftsförderung und allen Arbeitsmarktakteuren müs­sen hier Perspektiven auf­ge­zeigt wer­den.“
 
Zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Sicherung des Industriestandortes im Rhein-​Kreis Neuss ist es not­wen­dig, neue und schnell ver­füg­bare Gewerbe- und Industrieflächen zu schaf­fen, so Petrauschke. „Unternehmen benö­ti­gen Perspektiven für Neuansiedlungen und Erweiterungen. Nur so wird es gelin­gen, neue Arbeitsplätze zu schaf­fen“, erläu­tert der Landrat. So müsse das inter­kom­mu­nale Gewerbegebiet Jüchen-​Grevenbroich schnellst­mög­lich erschlos­sen wer­den. Daneben seien aber auch wei­tere Flächen im gesam­ten Kreisgebiet und der Region not­wen­dig.

Die Voraussetzungen müs­sen stim­men, damit wir auch künf­tig gut bezahlte Industriearbeitsplätze in unse­rem Kreis haben“, so Petrauschke. „Die als mit­tel­stands­freund­lich zer­ti­fi­zierte Kreisverwaltung und die Mehrheit der Kreispolitik stan­den den Unternehmen stets als Partner zur Seite und wer­den dies auch künf­tig tun“, kün­digt der Landrat an.

Hydro Aluminium hatte die Nachricht so kom­mu­ni­ziert:

Das Walzwerkgeschäft von Hydro hat in den ver­gan­ge­nen Jahren ent­täu­schende finan­zi­elle Ergebnisse ver­zeich­net. „Wir wer­den des­halb umfas­sende Maßnahmen ergrei­fen, um die Profitabilität zu ver­bes­sern“, sagt Einar Glomnes, Executive Vice President von Hydro Rolled Products. 

Die Restrukturierung beinhal­tet die geplante Schließung von Teilen der Folienproduktion sowie Effizienzmaßnahmen über die gesamte Organisation hin­weg. „Unsere Kosten in Teilen unse­rer Folienproduktion sind zu hoch. Die Produktionsprozesse dort sind zu per­so­nal­in­ten­siv und weit­ge­hend manu­ell. Zudem ist der Wettbewerb in die­sem Segment sehr stark. Deshalb pla­nen wir den Folien-​Hauptbetrieb zu schlie­ßen“, sagt Glomnes. Im September 2018 hat Hydro bereits den Ausstieg aus dem Veredelungsgeschäft in der Folie zum 31. Dezember die­ses Jahres bekannt gege­ben. Zusammen ste­hen die bei­den Bereiche für etwa 30 % der gesam­ten Folienproduktion von Rolled Products. 

Insgesamt sol­len pro Jahr 60 Millionen Euro …

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