Rhein-​Kreis Neuss: Landrat bedau­ert Stellenabbau bei Hydro – über 340 Vollzeitstellen betrof­fen

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!
Wussten Sie das dafür ein hoher Zeitaufwand erforderlich ist? Auch die Aufwendungen für Reportagen und die Internetkosten sind nicht unerheblich.

Werbung ist die einzige Möglichkeit Kosten zu decken. Diese Art der Finanzierung macht jedoch abhängig. Aber Unabhängigkeit ist ein hohes Gut, welches ich unbedingt bewahren möchte und die "Werbebanner" sind unbeliebt.

Daher bitte ich meine zahlreichen Leser um Unterstützung. Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich einbringen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber


Rhein-​Kreis Neuss – Mit gro­ßem Bedauern hat Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke die Nachricht über den geplan­ten Stellenabbau im Bereich der Folienproduktion bei Hydro Aluminium in Grevenbroich auf­ge­nom­men.

Es ist bit­ter für die Beschäftigten und das Unternehmen, dass die inter­na­tio­nale Entwicklung Hydro dazu zwingt, eine so große Zahl an Arbeitsplätzen abzu­bauen“, so der Landrat. Der Abbau müsse sozial aus­ge­wo­gen erfol­gen, for­dert Petrauschke und ist bereits im Gespräch mit Hydro.

Wichtig ist, dass Perspektiven für mög­li­cher­weise betrof­fene Beschäftigte und den Wirtschaftsstandort erar­bei­tet wer­den: „Viele Unternehmen sind auf der Suche nach gut aus­ge­bil­de­ten Fachkräften. Gemeinsam mit dem Unternehmen, unse­rer Wirtschaftsförderung und allen Arbeitsmarktakteuren müs­sen hier Perspektiven auf­ge­zeigt wer­den.“
 
Zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Sicherung des Industriestandortes im Rhein-​Kreis Neuss ist es not­wen­dig, neue und schnell ver­füg­bare Gewerbe- und Industrieflächen zu schaf­fen, so Petrauschke. „Unternehmen benö­ti­gen Perspektiven für Neuansiedlungen und Erweiterungen. Nur so wird es gelin­gen, neue Arbeitsplätze zu schaf­fen“, erläu­tert der Landrat. So müsse das inter­kom­mu­nale Gewerbegebiet Jüchen-​Grevenbroich schnellst­mög­lich erschlos­sen wer­den. Daneben seien aber auch wei­tere Flächen im gesam­ten Kreisgebiet und der Region not­wen­dig.

Die Voraussetzungen müs­sen stim­men, damit wir auch künf­tig gut bezahlte Industriearbeitsplätze in unse­rem Kreis haben“, so Petrauschke. „Die als mit­tel­stands­freund­lich zer­ti­fi­zierte Kreisverwaltung und die Mehrheit der Kreispolitik stan­den den Unternehmen stets als Partner zur Seite und wer­den dies auch künf­tig tun“, kün­digt der Landrat an.

Hydro Aluminium hatte die Nachricht so kom­mu­ni­ziert:

Das Walzwerkgeschäft von Hydro hat in den ver­gan­ge­nen Jahren ent­täu­schende finan­zi­elle Ergebnisse ver­zeich­net. „Wir wer­den des­halb umfas­sende Maßnahmen ergrei­fen, um die Profitabilität zu ver­bes­sern“, sagt Einar Glomnes, Executive Vice President von Hydro Rolled Products. 

Die Restrukturierung beinhal­tet die geplante Schließung von Teilen der Folienproduktion sowie Effizienzmaßnahmen über die gesamte Organisation hin­weg. „Unsere Kosten in Teilen unse­rer Folienproduktion sind zu hoch. Die Produktionsprozesse dort sind zu per­so­nal­in­ten­siv und weit­ge­hend manu­ell. Zudem ist der Wettbewerb in die­sem Segment sehr stark. Deshalb pla­nen wir den Folien-​Hauptbetrieb zu schlie­ßen“, sagt Glomnes. Im September 2018 hat Hydro bereits den Ausstieg aus dem Veredelungsgeschäft in der Folie zum 31. Dezember die­ses Jahres bekannt gege­ben. Zusammen ste­hen die bei­den Bereiche für etwa 30 % der gesam­ten Folienproduktion von Rolled Products. 

Insgesamt sol­len pro Jahr 60 Millionen Euro …

(2.982 Ansichten gesamt, 3 Leser heute)