Grevenbroich: Düngemaßnahmen auf den Feldern waren Grund für Gestank

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Der Gestank im Bereich Hemmerden/​Kapellen im Stadtgebiet von Grevenbroich ist auf Düngemaßnahmen auf den Feldern zurückzuführen. 

Zu die­sem Schluss kam jetzt das Umweltamt des Rhein-​Kreises Neuss. Seine Nachforschungen erga­ben, dass es sich nicht um indus­tri­elle Emissionen han­delte. Die Geruchsentwicklung war viel­mehr auf eine land­wirt­schaft­li­che Düngung mit einem zuge­las­se­nen organischen-​mineralischen Kali-​Mittel zurück­zu­füh­ren. „Der Dünger wurde vor­schrifts­mä­ßig in den Boden ein­ge­ar­bei­tet“, berich­ten die Experten.

Der ver­wen­dete Dünger wird vor allem vor kali­be­dürf­ti­gen Kulturen wie Zuckerrüben, Raps und Mais aus­ge­bracht. Der darin ent­hal­tene orga­nisch gebun­dene Stickstoff führt bei der Zersetzung zu Geruchsemissionen. Diese sind laut Auskunft der Landwirtschaftskammer NRW bei direk­ter, tief­grün­di­ger Einarbeitung nach der Ausbringung rela­tiv gering. Die deut­lich wahr­nehm­bare starke Geruchsentwicklung wird auf die außer­ge­wöhn­lich warme Witterung und den tro­cke­nen Boden zurück­ge­führt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht.

Von Seiten der für die Düngung zustän­di­gen Landwirtschaftskammer wer­den die Bauern auf die Problematik der mög­li­chen Geruchsentwicklung trotz ord­nungs­ge­mä­ßer Einarbeitung hin­ge­wie­sen. Eine wei­tere Ausbringung soll daher erst bei gerin­ge­ren Temperaturen und feuch­te­rem Boden durch­ge­führt wer­den. „Es muss sicher­ge­stellt wer­den, dass die Geruchsentwicklung bei der Ausbringung auf ein Minimum redu­ziert wird“, heißt es.

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