Korschenbroich: Heimatpreis geht an drei Vereine – Gute Stimmung im Sandbauernhof

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Das stadt­weite Büchereisystem, der Kleinenbroicher Kirchenbauverein und das Glehner Buretheater sind die Preisträger des erst­mals ver­ge­be­nen Heimatpreises der Stadt Korschenbroich. Sie kön­nen sich über die mit 3000, 1500 und 500 Euro dotierte Auszeichnung freuen.

Vor rund 160 Gästen konnte Bürgermeister Marc Venten die Preise am Freitagabend, den 06.09.2019, im Sandbauernhof über­ge­ben. Der Heimatpreis ist für Gruppen und Vereine bestimmt, die sich in her­aus­ra­gen­der Weise für die Pflege und Erlebbarkeit der Heimat enga­gie­ren. „Dass viele Mitbürgerinnen und Mitbürger sich aktiv um Heimat-​Erleben küm­mern, war uns im Rathaus bewusst. Trotzdem hat uns die Flut an Briefen mit Vorschlägen und Bewerbungen über­rascht. Alle hät­ten einen Preis ver­dient und unser Ältestenrat hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht“, berich­tete der Bürgermeister. Der Heimatpreis ist mit 5000 Euro dotiert und kann in meh­rere Positionen auf­ge­teilt werden.

Über den drit­ten Platz und damit über 500 Euro freuen sich die Mitglieder des Glehner Buretheaters, die spon­tan sag­ten: „Da bil­den wir uns ganz viel drauf ein.“ Die Laienspielgruppe gehört seit 1988 zum Kulturgut der Stadt. Lustspiele und Schwänke wer­den in Glehner Mundart auf­ge­führt, die Geschichten sind lokal ange­sie­delt. Die Kartennachfrage kann kaum gedeckt wer­den. Das genera­tio­nen­über­grei­fende Ensemble erfreut die Menschen mit sei­nem Spiel und bie­tet tolle Unterhaltung zu bezahl­ba­ren Preisen. Ganz neben­bei pflegt es damit die Mundart, schafft eine Klammer vom Gestern zum Heute, för­dert Zusammenhalt und Lebensfreude und darf sich nicht zuletzt die Wiederherstellung und den Erhalt des tra­di­ti­ons­rei­chen Frangensaales auf sein Erfolgskonto schreiben.

Der mit einem Preisgeld von 1500 Euro ver­bun­dene zweite Preis geht nach Kleinenbroich an den Kirchenbauverein St. Dionysius. Seit 2004 küm­mert er sich um die Belange vor Ort. 34 Mitglieder haben ihn sei­ner­zeit gegrün­det, um bei der Sanierung des insta­bi­len Kirchturms zu hel­fen. Auch ein neuer Glockenstuhl konnte rasch ange­schafft wer­den. Doch es gab immer wie­der neue Herausforderungen, von der Dach- bis zur Fenstersanierung der neu­go­ti­schen Kirche. Als nächs­tes soll die Innensanierung gestemmt wer­den. Um hier immer wie­der finan­zi­elle Hilfe leis­ten zu kön­nen, lässt sich der Kirchenbauverein eine Menge ein­fal­len. Die mitt­ler­weile rund 200 Mitglieder ver­an­stal­ten Kirchturmfeste, Trödelmärkte, Benefiz-​Konzerte und vie­les mehr – und packen auch in Eigenleistung mit an. Sie bin­den die jün­gere Generation mit ein und sor­gen so dafür, ihren Verein in eine gute Zukunft zu füh­ren. Thomas Goldmann nahm sicht­lich gerührt den Preis entgegen.

Über den ers­ten Platz und 3000 Euro freut sich das Büchereisystem Korschenbroich. Rita Höges und einige Teammitglieder von der Bücherei bedank­ten sich freu­de­strah­lend und jubelnd. Im Büchereisystem sind die sechs öffent­li­chen Büchereien im Stadtgebiet zusam­men­ge­schlos­sen. Jede für sich ist selbst­stän­dig mit einem eige­nen Team und Medienbestand. Doch über den klug geschaf­fe­nen Verbund steht das attrak­tive und aktu­elle Medienangebot allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. 110 Erwachsene arbei­ten mit, dar­un­ter auch 20 lese­be­geis­terte Jugendliche. Über 1400 aktive Leserinnen und Leser brin­gen es auf 73.000 Ausleihen im Jahr. Die Büchereien arbei­ten mit den ört­li­chen Kindergärten, Schulen und Vereinen zusam­men, bie­ten Aktionen wie Literaturveranstaltungen oder Lesekreise an und berei­chern so das kul­tu­relle Angebot auf beson­dere Weise.

Die Gewinner des Heimatpreises , mit dem Bürgermeister. Foto: Stadt

Nach dem Preis ist vor dem Preis: Auch 2020 wird die Stadt Korschenbroich wie­der einen Heimatpreis ver­ge­ben und dann kom­men viel­leicht schon die­je­ni­gen zum Zuge, die dies­mal leer aus­ge­gan­gen sind. Finanziert wird der jähr­li­che Heimatpreis aus einem Förderprogramm des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW.

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