Dormagen: Bürgermeister begrüßt anonyme Befragung zu Sicherheit und Gewalt

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Die Zahlen allein spre­chen eine posi­tive Sprache. Laut des NRW-​Innenministeriums bele­gen sie einen Rückgang der Gewaltkriminalität. 

Dennoch betont NRW-​Innenminister Herbert Reul, dass „das Empfinden der Bürgerinnen und Bürger noch wich­ti­ger ist. Es bringt doch nichts, wenn es auf dem Papier sicher ist, die Leute aber Sorgen haben, wenn sie die eige­nen vier Wände ver­las­sen.“ Deshalb hat das Ministerium jetzt eine Dunkelfeldstudie zu „Sicherheit und Gewalt in Nordrhein-​Westfalen“ ange­sto­ßen. Landesweit wer­den 60.000 Personen im Alter ab 16 Jahren anonym befragt.

Ich begrüße diese Untersuchung sehr, weil sie Aufschluss dar­über geben wird, wie es um das sub­jek­tive Sicherheitsempfinden in NRW bestellt ist“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Das ist wich­tig, um in Zukunft noch bes­ser dar­auf ein­ge­hen zu können.“

Durchgeführt wird die Dunkelfeldstudie vom Landeskriminalamt in Verbindung mit dem infas-​Institut. Auch Dormagen ist daran betei­ligt. Das Bürgeramt der Stadt Dormagen stellte hierzu Daten bereit, die für eine reprä­sen­ta­tive Stichprobenauswahl benö­tigt wer­den. Die Untersuchung ist jetzt gestar­tet, die Ergebnisse sol­len im Sommer 2020 vorliegen.

Ziel der Dunkelfeldstudie ist es, das bestehende Hilfesystem zu ver­bes­sern und um Angebote, die bis­her mög­li­cher­weise feh­len, zu ergän­zen. Deshalb bit­tet Lierenfeld die aus­ge­wähl­ten Bürgerinnen und Bürger von Dormagen, sich an der anony­men Befragung zu betei­li­gen. „So kön­nen wei­tere Bedarfe tat­säch­lich ermit­telt und Hilfsangebote geschaf­fen wer­den“, sagt der Bürgermeister. Gleichstellungsbeauftragte Anja Hain ergänzt: „Je mehr Menschen an der Studie teil­neh­men, desto reprä­sen­ta­ti­ver wird das Ergebnis sein.“

Weitere Informationen zu der Studie gibt es im Internet unter www​.mhkbg​.nrw/​t​h​e​m​e​n​/​g​l​e​i​c​h​s​t​e​l​l​u​n​g​/​s​c​h​u​t​z​-​h​i​l​f​e​/​d​u​n​k​e​l​f​e​l​d​s​t​u​d​i​e​-​z​u​-​g​e​w​alt.
 
Weitere Informationen: 
Erstmals wird in Nordrhein-​Westfalen eine reprä­sen­ta­tive Befragung über Gewaltkriminalität – unab­hän­gig vom Anzeigeverhalten der Opfer oder spä­te­ren Strafverfahren – durch­ge­führt und das Sicherheitsempfinden erfasst. Die Dunkelfeldstudie wurde vom Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Auftrag gege­ben. Sie fin­det in 81 Kommunen statt. Vom 2. bis 13. September wer­den Fragebögen und ein Begleitschreiben mit Bearbeitungshinweisen über­mit­telt, die anschlie­ßend aus­ge­wer­tet werden. 

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