Dormagen: Künftig eine „Global Nachhaltige Kommune“

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Massen an Plastikmüll, immer stär­kere Auswirkungen des Klimawandels und erhöhte soziale Ungleichheiten – unsere Welt ver­än­dert sich spürbar.

Und zwar immer rasan­ter. Dagegen will die Stadt Dormagen ansteu­ern und mit gutem Beispiel vor­an­ge­hen. Anfang Juni hat sie sich erfolg­reich als eine von 15 Modellkommunen bei dem Projekt „Global Nachhaltige Kommune NRW“ beworben.

Fridays for Future, Müll in den Weltmeeren, Dieselskandal – die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz bewe­gen viele Menschen, auch hier in Dormagen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Wenn alle Menschen auf der Erde so wei­ter­le­ben wie bis­her, wür­den wir die Ressourcen von drei Planeten benö­ti­gen. Wir müs­sen also jetzt etwas unter­neh­men. Und das unter­mau­ern wir als Kommune mit der Teilnahme an die­sem Projekt.“

Ein Projektbeirat mit Vertreterinnen und Vertretern aus kom­mu­na­len Spitzenverbänden, Politik, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen hatte aus 29 Bewerbungen die bes­ten aus­ge­wählt. Dormagen gehört dazu. „Wir konn­ten etwa mit unse­ren Projekten ‚Energiequartier Horrem‘ und ‚Fair Trade Town‘ über­zeu­gen“, sagt Klimaschutzbeauftrage Lena van der Kamp. „Darüber sind wir sehr froh und wol­len uns aktiv für ein nach­hal­ti­ge­res Leben für unsere Dormagener Bürgerinnen und Bürger ein­set­zen. Denn nicht nur auf glo­ba­ler, son­dern auch auf loka­ler Ebene sind Ideen und Engagement gefragt.“

In den nächs­ten zwei Jahren soll eine kom­mu­nale Nachhaltigkeitsstrategie erar­bei­tet wer­den. Sie steht im Kontext der Agenda 2030 und der 17 glo­ba­len Nachhaltigkeitsziele, die Themen wie hoch­wer­tige Bildung, nach­hal­ti­ger Konsum und Produktion, Maßnahmen zum Klimaschutz oder Gesundheit und Wohlergehen behan­deln. Dafür wurde ein ver­wal­tungs­in­ter­nes Kernteam gebil­det, das zukünf­tig zusam­men mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Dormagener Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft das Projekt betreut. „Ziel ist es, mit den Interessensgruppen eine Strategie zu ent­wi­ckeln, die kon­krete Maßnahmen für die Zukunft der Stadt ent­hält“, erläu­tert van der Kamp.

Derzeit wird eine Bestandsaufnahme der bereits bestehen­den Konzepte, Projekte und Partnerschaften rund um eine nach­hal­tige Entwicklung in Dormagen gemacht. Darin auf­ge­lis­tet sind etwa das Projekt Weltbaustellen, die Soziale Stadt Horrem, das Stadtradeln, der Sauberhafttag oder das Mobilitätskonzept „Elektromobile Stadtverwaltung Dormagen“. Ist alles erfasst, wird anschlie­ßend eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet.

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