Neuss: Warnung vor fal­schen Microsoft-Mitarbeitern

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss-​Holzheim (ots) Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als „Microsoft-​Mitarbeiter” ausgeben. 

Am Dienstag (20.08.) wurde eine 58-​jährige Neusserin von einem bis­lang Unbekannten ange­ru­fen, der sich als Mitarbeiter der genann­ten Firma aus­gab und ihr bei einem tech­ni­schen Problem hel­fen wolle. Dies diente jedoch nur als Vorwand, um per­sön­li­che Daten das Online-​Banking betref­fend aus­zu­spä­hen. Es ent­stand nach bis­he­ri­gen Ermittlungen ein finan­zi­el­ler Schaden in noch unbe­kann­ter Höhe.

Anrufe von Betrügern, die angeb­lich bei Microsoft arbei­ten und sich aktiv wegen eines vor­geb­li­chen Computer-​Problems mel­den, kom­men lei­der immer wie­der vor. Die Bandbreite der „Geschichten” ist hier­bei groß, dar­un­ter angeb­li­che Hacker-​Angriffe oder Virenbefall. Anhand sol­cher Behauptungen ver­su­chen die Täter dann bei­spiels­weise ihre poten­ti­el­len Opfer von einer Installation einer „Fernwartungssoftware” (soge­nann­ter TeamViewer) zu über­zeu­gen, um vol­len Zugriff auf den PC zu erlan­gen. Auch der Zugang zu den Online-​Konten ist oft das Ziel der Betrüger.

Wer einen sol­chen Anruf erhält, sollte auf kei­nen Fall auf die Forderungen ein­ge­hen. Beenden sie sofort das Gespräch, tren­nen sie umge­hend die Internetverbindung, wenn ein Zugriff denk­bar ist. Nehmen sie auf kei­nen Fall irgend­wel­che Zahlungen vor und geben sie am Telefon keine Bank- oder Kreditkartendaten weiter.

Sie soll­ten wis­sen: Microsoft führt unter kei­nen Umständen unauf­ge­for­derte Telefonanrufe durch, in denen das Unternehmen anbie­tet, ein schad­haf­tes Gerät zu repa­rie­ren. Selbst auf offi­zi­elle Support-​Anfragen erfol­gen Hilfestellungen fast aus­schließ­lich per E‑Mail. Microsoft schickt unauf­ge­for­dert weder E‑Mails, noch for­dert das Unternehmen per Telefonanruf per­sön­li­che oder finan­zi­elle Daten an. Microsoft fragt auch nie­mals aktiv nach Kreditkarteninformationen, um die Echtheit von Office oder Windows zu veri­fi­zie­ren. Ein Kontakt zum Microsoft-​Support erfolgt aus­schließ­lich auf Initiative der Nutzer, nie­mals umgekehrt.

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