Jüchen: Kampagnen der Feuerwehr – Löschwasser aus Unterfluthydranten

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Die weit­aus meiste Zahl von Bränden löscht die Jüchener Feuerwehr mit Wasser. Doch woher kommt die­ses eigentlich? 

Einige der Spezialfahrzeuge der Wehr sind mit einem gro­ßen Wassertank aus­ge­stat­tet und kom­men über­wie­gend dort zum Einsatz, wo Löschwasser nicht zur Verfügung steht, z.B. bei Bränden auf der Autobahn. Jedoch auch bei Wohnungsbränden ist das mit­ge­führte Wasser beim Löschen in weni­gen Minuten verbraucht.

Deshalb sind Hydranten wich­tig, da das Löschwasser in besie­del­ten Bereichen über Unterfluthydranten aus dem Trinkwassernetz ent­nom­men wird. Diese wie­derum sind über einen Deckel in der Straße oder dem Gehweg zu errei­chen. Das Schlauchmaterial, was die Feuerwehr auf ihren Fahrzeugen mit­führt reicht aus, um die Strecke vom Hydranten zum Einsatzobjekt sicher zu stellen.

Den nächs­ten Hydranten zu errei­chen kann sich jedoch als durch­aus schwie­rig erwei­sen, wenn die­ser von einem Fahrzeug zuge­parkt ist. Die Jüchener Feuerwehr möchte hier die Bevölkerung sen­si­bi­li­sie­ren und weist mit einem neuen Flyer dar­auf hin, wie man die Lage von Hydranten erkennt und wie wich­tig es ist, Zugang zu den Wasserentnahmestellen zu haben. Anhand eines Beispiels wird erläu­tert, wie man die Angaben auf den Schildern rich­tig liest.

Je schnel­ler wir im Notfall reagie­ren kön­nen, desto schnel­ler kön­nen wir auch mit der eigent­li­chen Brandbekämpfung begin­nen“, so Heinz-​Dieter Abels, Leiter der Jüchener Feuerwehr. „Wer weiß, was die klei­nen wei­ßen Schilder mit dem roten Rand und den schwar­zen Zahlen bedeu­ten und wie diese zu lesen sind kann den Einsatzkräften ent­schei­dende Hilfe leisten“.

Wenn der Hydrant jedoch zuge­parkt ist, ver­liert die Feuerwehr wert­volle Minuten, um vom wei­ter ent­fernt lie­gen­den Wasseranschluss eine noch län­gere Schlauchleitung zu ver­le­gen. Bei einem bren­nen­den Haus oder einer Wohnung ver­grö­ßern sich die Schäden bzw. ver­län­gert sich die Notlage, in der sich Menschen befinden.

Deshalb appel­lie­ren Heinz-​Dieter Abels und Bürgermeister Harald Zillikens an alle Bürgerinnen und Bürger, beim Parken dar­auf zu ach­ten, ihr Fahrzeug nicht über einem Unterflurhydranten zu par­ken. Zudem soll­ten Grundstückseigentümer mit dar­auf ach­ten, dass die Schilder les­bar sind und die Hydrantendeckel frei von Laub, Schnee und Eis sind. „Damit hel­fen Sie, der Feuerwehr wert­volle Zeit beim Einsatz zu gewin­nen, so Bürgermeister Harald Zillikens.“ Gesetzlich gere­gelt ist das unzu­läs­sige Parken über Hydranten-​Deckeln im § 12 (3) der StVO.

Ein wei­te­res Ärgernis für die frei­wil­li­gen Helfer ist das zügige Erreichen der Einsatzstelle. Falschparker gefähr­den oft mas­siv den Einsatz von Einsatzkräften und ris­kie­ren damit Menschenleben. „Unsere Spezialfahrzeuge mit ihren beson­de­ren Abmessungen kön­nen als Rettungsmittel häu­fig nicht zügig zum Brandobjekt vor­drin­gen. In der Regel han­delt es sich hier­bei um eine Unterschreitung der not­wen­di­gen Fahrbahnbreite, das Parken in Feuerwehrbewegungszonen oder in Kurvenbereichen“, so Heinz-​Dieter Abels.

Auch Bürgermeister Harald Zillikens appel­liert zunächst an die Einsicht der Verkehrsteilnehmer. Die Feuerwehr rückt an, um in Notlagen zu hel­fen, oft zählt bei der Menschenrettung jede Sekunde. „Uneinsichtige Verkehrsteilnehmer erhal­ten zukünf­tig einen ent­spre­chen­den Hinweis an der Windschutzscheibe. „Dies ist jedoch nur eine Ermahnung, ihr Fahrzeug kor­rekt abzu­stel­len“, so Harald Zillikens. „Sollten hart­nä­ckige Falschparker ihr Verhalten jedoch nicht ändern, so wer­den in Zukunft sofort gebüh­ren­pflich­tige Verwarnungen erteilt, was jedoch nicht unser pri­mä­res Ziel ist“.

Grafik: Stadt
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