Meerbusch: Korkgranulat umgeht mög­li­ches EU-​Verbot – Neuer Kunstrasenplatz für den Eisenbrand

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Meerbusch-​Büderich – Schweres Gerät ist auf dem Sportplatz am Eisenbrand in Büderich auf­ge­fah­ren. Auf dem alten Tennenplatz im hin­te­ren Bereich des Areals lau­fen seit die­ser Woche die Arbeiten für einen neuen Kunstrasenplatz.

Der Tennenplatz ist deut­lich in die Jahre gekom­men. Besonders im Winter haben Frost und Nässe den Platz unbe­spiel­bar gemacht. Weder Trainingseinheiten noch Spiele konn­ten dann auf dem Platz absol­viert wer­den“, weiß Michael Betsch, Bereichsleiter „Grünflächen“ der Stadt Meerbusch zu berichten.

Aktuell wird die sechs Zentimeter dicke Deckschicht abge­tra­gen und der Untergrund ent­spre­chend auf­be­rei­tet. „Anschließend wird in die Tragschicht eine neue Drainage ein­ge­baut, damit Wasser bes­ser abflie­ßen kann. Darauf kom­men dann eine Ausgleichsschicht aus klei­nem Natursteinschotter und eine Elastikschicht als Dämpfung. Zum Schluss wird der Kunstrasen auf­ge­tra­gen“, erklärt Markus Weidemann, Landschaftsplaner bei der Stadt Meerbusch.

Betsch ergänzt: „In den Kunstrasen wird eine Mixtur aus Quarzsand und Korkgranulat ein­ge­ar­bei­tet – ins­ge­samt 18 Kilogramm pro Quadratmeter. Das Korkgranulat dient dazu, das Abrollverhalten des Balls zu ver­bes­sern und die Verletzungsgefahr der Spieler durch Verbrennungen zu sen­ken. Der Platz ist der erste im Stadtgebiet, den wir mit dem Korkgranulat ver­se­hen. Wir müs­sen daher erst ein­mal Erfahrungen sam­meln, wie sich das Material im Trainings- und Spielbetrieb verhält“.

Mit dem Einsatz des Korkgranulats umgeht die Stadt Meerbusch zudem ein mög­li­ches EU-​Verbot von Kunststoffgranulat, das aktu­ell in der Diskussion ist.

Durch den Neubau des Kunstrasenplatzes, der zusätz­lich eine neue Pflasterung um den Platz herum und Spielerkabinen erhält, wer­den auch die bei­den bereits bestehen­den Kunstrasenplätze am Eisenbrand ent­las­tet. Durch die hohe Nutzung der bei­den Plätze seien bereits Schäden ent­stan­den, die nun beho­ben wer­den müss­ten, berich­tet Michael Betsch. „Wir hof­fen nun, durch den zusätz­li­chen Platz, der auch in den Wintermonaten pro­blem­los bespielt wer­den kann, die Belastung bes­ser ver­tei­len zu können“.

Die Umwandlung des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz, der auch eine Empfehlung des Sportstättenentwicklungsplans war, kos­tet ins­ge­samt rund 590.000 Euro. Den Großteil davon über­nimmt die Stadt, 75.000 Euro steu­ert der FC Büderich als Hauptnutzer der Anlage bei. Je nach Witterung soll der neue Kunstrasenplatz Anfang Dezember fer­tig­ge­stellt sein.

Michael Betsch, Bereichsleiter „Grünflächen” und Markus Weidemann, Landschaftplaner bei der Stadt Meerbusch, geben den Startschuss für den Bau am Eisenbrand. Foto: Stadt
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