Grevenbroich: Stadt weist dar­auf hin: Wasservögel bitte nicht füttern

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Auch in Grevenbroich wer­den Wasservögel aus falsch ver­stan­de­ner Tierliebe mit Brot oder ähn­li­chen Lebensmitteln gefüttert. 

Dies ist aller­dings aus­drück­lich – ebenso wie das Füttern von Fischen oder Tauben – unter­sagt. Der Grund dafür ist, dass die Fütterung den Tieren und dem Ökosystem ins­ge­samt schadet:

Erstens sind gesunde Populationen in der Regel nicht auf zusätz­li­ches Futter ange­wie­sen. Dass schwa­che und kranke Tiere ster­ben, ist Teil der natür­li­chen Auslese.

Zweitens sind viele der Stoffe, die ver­füt­tert wer­den, schäd­lich für die Tiere. Salz, Aromastoffe, Gewürze, Farb- und Konservierungsstoffe gehö­ren nicht auf den Speiseplan der Wasservögel.

Drittens sind die ver­füt­ter­ten Lebensmittel meis­tens so ener­gie­hal­tig, dass die Tiere im wahrs­ten Sinne des Wortes ver­fet­ten. Sie müs­sen sich ja zudem für die Nahrungssuche kaum noch bewegen.

Und vier­tens wird nie das kom­plette Futter gefres­sen. Es gelangt in die Gewässer, die so über­düngt wer­den und umkip­pen kön­nen. Am Ende wird dann aus der idyl­li­schen und arten­rei­chen Wasserlandschaft ein stin­ken­der, toter Tümpel.

Das Futter an Land anstatt im Wasser aus­zu­streuen, ver­ur­sacht übri­gens auch Probleme – denn davon pro­fi­tie­ren andere unge­wollte „Mitesser“ wie Ratten. Deshalb gilt: Wem die Natur und die Tiere am Herzen lie­gen, der füt­tert nicht.

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