Kommentar: Das Dilemma der Medien – berich­ten oder nicht

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!
Wussten Sie das dafür ein hoher Zeitaufwand erforderlich ist? Auch die Aufwendungen für Reportagen und die Internetkosten sind nicht unerheblich.

Werbung ist die einzige Möglichkeit Kosten zu decken. Diese Art der Finanzierung macht jedoch abhängig. Aber Unabhängigkeit ist ein hohes Gut, welches ich unbedingt bewahren möchte und die "Werbebanner" sind unbeliebt.

Daher bitte ich meine zahlreichen Leser um Unterstützung. Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich einbringen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber


Kommentar: Schlimme Ereignisse gesche­hen und als Pressevertreter sind wir schuld­los und das öffent­li­che Interesse, gerade an sol­chen Geschehnissen, ist hoch.

Es ist jeweils ein Abwägen zwi­schen Mitgefühl, Moral, Pressearbeit und Information der Allgemeinheit. Diese Entscheidungen müs­sen Redakteure von Nachrichten immer erneut tref­fen. Vielfach wird diese Wahl vom „Zwang zur Auflage” beein­flusst. „Wir müs­sen ver­kau­fen.” ist die, durch­aus nach­voll­zieh­bare, Devise.

Mein Glück ist es, die­sem Zwang nicht zu unter­lie­gen. Vor län­ge­rer Zeit habe ich meine Berichterstattung schon ver­än­dert, eini­gen Lesern ist das bekannt. Bilder von töd­li­chen Verkehrsunfällen erschei­nen nicht mehr bei Klartext​-NE​.de.

Nach dem schwe­ren Verkehrsunfall, in Düsseldorf auf der Brüsseler Straße (B7), ist ein jun­ger Mensch aus Korschenbroich im Krankenhaus ver­stor­ben. Die Polizeimeldung erwähnte die Herkunft aus Korschenbroich.

Heute kamen wei­tere Informationen, per­sön­li­cher Natur, zum Unfallopfer hinzu. Er war in sei­ner Gemeinde gut ein­ge­bun­den und aktiv. Soll über wei­tere Angaben öffent­lich berich­tet wer­den? Eine Abwägung zwi­schen Informationsinteresse und Rücksicht auf die Hinterbliebenen. Auch Klartext​-NE​.de ist ein Pressemedium, was auf eine kon­ti­nu­ier­li­che Leserschaft ange­wie­sen ist. Viele Leser bedeu­ten eine hohe Attraktivität für Werbetreibende und somit ein mög­li­ches Einkommen und solange Leser kei­nen eige­nen Beitrag (5,- Euro pro Monat?) dazu leis­ten, wird sich das auch nicht ändern.

Da mir auch Einzelheiten zum Unfallgeschehen bekannt sind, habe ich mich ent­schie­den keine wei­te­ren Angaben zu ver­öf­fent­li­chen. Der Verkehrsunfall und die schreck­li­chen Folgen sind dra­ma­tisch genug. Es bedarf, nach mei­nem Verständnis, kei­ner öffent­li­chen Berichte. Ein Nachforschen warum, wieso und wer die Familie ist, ver­bie­tet der Anstand.

Halten wir uns zurück und drü­cken der Familie, die ein Mitglied viel zu früh ver­lo­ren hat, unser Mitgefühl aus.

In die­sem Sinne
Robert Schilken, Herausgeber

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