Zum Start des Ausbildungsjahrs noch 710 freie Plätze im Rhein-​Kreis Neuss

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Azubis gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres gibt es im Rhein-​Kreis Neuss aktu­ell 710 freie Ausbildungsplätze. Damit sind noch 35 Prozent aller gemel­de­ten Lehrstellen unbesetzt. 

Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-​Genuss-​Gaststätten mit. Die NGG Krefeld-​Neuss beruft sich dabei auf neu­este Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Gewerkschafter Karim Peters appel­liert an Schulabgänger, sich auch in der Ernährungsbranche umzu­se­hen: „Vom Süßwarentechnologen bis zur Chemielaborantin – die Lebensmittelindustrie bie­tet hoch­tech­ni­sche Berufe bei über­durch­schnitt­li­cher Bezahlung. Im Rhein-​Kreis Neuss haben Firmen jetzt noch 22 freie Plätze für künf­tige Experten rund ums Essen und Trinken zu vergeben.“

Die Ernährungsindustrie ist der viert­größte Industriezweig in Deutschland – und mit 3.800 Beschäftigten allein im Rhein-​Kreis Neuss ein „wich­ti­ger Wirtschaftsfaktor in der Region“, so Peters. Nach Einschätzung des NGG-​Geschäftsführers dürf­ten gelernte Fachleute künf­tig kaum Probleme haben, hier eine pas­sende Stelle zu fin­den. „Gefragt ist ins­be­son­dere die Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Wer das lernt, hat nach der Ausbildung einen soli­den Titel in der Hand. Je nach Betrieb kön­nen Gesellen eine Spezialisierung etwa für Getränke, Brot- oder Tiefkühlwaren drauf­sat­teln und es bis zum Industriemeister brin­gen“, erklärt Peters.

Aber Lebensmitteltechniker seien nicht nur „Experten für Brause, Backfisch oder Bonbons“. Die Digitalisierung schreite in ihrem Berufsfeld so schnell voran wie in kaum einer ande­ren Branche. „Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst ange­kom­men und steu­ert zum Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik. Das macht die Jobs nicht nur für Mechatroniker und Computerspezialisten inter­es­sant. Die neuen Technologien bie­ten ganz neue Möglichkeiten – vom Ausprobieren neuer Rezepte bis hin zur App-​basierten Kommunikation mit dem Verbraucher“, so Karim Peters.

Weitere Infos rund um Berufe in der Ernährungsindustrie und offene Ausbildungsplätze vor Ort gibt es auf der „Azubi-​Börse“ der Arbeitsagentur: www​.beru​fe​net​.arbeits​agen​tur​.de

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