Rommerskirchen: Rettungswache Butzheim fei­ert Geburtstag

Rommerskirchen – Vor einem Jahr, am 6. August 2018, star­tete der Betrieb in der Rettungswache des Rhein-​Kreises Neuss in Rommerskirchen. Zufrieden zieht Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke Bilanz zum ein­jäh­ri­gen Geburtstag:

Durch die neue Wache haben wir die Hilfsfrist inner­halb der Gemeinde Rommerskirchen erheb­lich ver­kür­zen kön­nen. Die Helfer sind jetzt bei 95 Prozent der Einsätze in weni­ger als fünf Minuten vor Ort.“

Im ers­ten Jahr sind die Rettungskräfte 1.367 Mal aus­ge­rückt. Dabei reichte die Bandbreite der Einsätze von Notarzteinsätzen in den bei­den Seniorenheimen, dem Caritashaus St. Elisabeth und dem Senioren-​Park carpe diem, über Brände bis hin zu Hilfe bei Unfällen teil­weise auch mit zusätz­li­chem Hubschraubereinsatz. Die 12 Mitarbeiter der Rettungswache Rommerskirchen sind vor allem bei Einsätzen in ihrer Gemeinde gefragt, wer­den von der Leitstelle des Rhein-​Kreises Neuss aber auch nach Dormagen – unter ande­rem nach Gohr und Delhoven – und gele­gent­lich nach Grevenbroich geschickt.

Positiv beur­teilt Marc Dietrich, Geschäftsführer des DRK-​Kreisverbands Grevenbroich, die Zusammenarbeit mit dem Rhein-​Kreis Neuss: „Sowohl bei der Ausstattung als auch bei den Abläufen wer­den wir sehr gut vom Kreis unter­stützt.“ Der Rhein-​Kreis Neuss inves­tiert jähr­lich 500.000 Euro in den Betrieb der Wache, für den das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Grevenbroich, zustän­dig ist. Das Gebäude wurde von der Gemeinde Rommerskirchen über die gemein­de­ei­gene Entwicklungsgesellschaft gebaut und wird durch den Kreis für den Betrieb der Rettungswache ange­mie­tet.
Rettungswachen-​Leiter Marcel Offermann und sein Team füh­len sich vor­bild­lich in der Nachbarschaft auf­ge­nom­men.

Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zur Dorfgemeinschaft und auch zur Feuerwehr, die direkt neben ihren Standort hat“, freut sich Offermann. Zum ein­jäh­ri­gen Geburtstag ver­öf­fent­lich­ten sie auf ihrer Facebook-​Seite das Foto einer selbst gemach­ten Jubiläumstorte, die Nachbarn vor­bei gebracht hat­ten. Einen vira­len Hit lan­dete die Wache an der B 477 mit dem Video „Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte“ mit ihren Mitarbeitern als Mitwirkenden: Mehr als 9.500 „Gefällt mir“-Angaben gab es dafür auf Facebook.

Offermann ver­rät, dass das mediale Interesse nicht abebbt: „Voraussichtlich im September wirkt unsere Wache bei einem neuen RTL-​Format unter dem Arbeitstitel ´Mein Leben auf Achse´ mit, in dem Frauen in Männerberufen por­trä­tiert wer­den. Dabei steht auch eine unse­rer Mitarbeiterinnen vor der Kamera.“

Seit Januar ist die Rettungswache Rommerskirchen auch Lehrrettungswache. Seitdem wer­den die 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Schichtdienst an 365 Tagen 24 Stunden arbei­ten, von zwei Auszubildenden ver­stärkt. DRK-​Geschäftsführer Marc Dietrich betont, dass das Rote Kreuz einen Schwerpunkt auf die Ausbildung des Nachwuchses legt: Der Kreisverband Grevenbroich bil­det zur­zeit an den drei Standorten ins­ge­samt sechs junge Leute zum Notfallsanitäter aus. Darüber hin­aus plant das DRK, in Zukunft noch mehr Erste-​Hilfe-​Kurse als bis­her in Rommerskirchen anzu­bie­ten. „Damit wol­len wir so viele Ersthelfer wie mög­lich für den Notfall fit machen“, sagt Dietrich.

Die Rommerskirchener Wache ist Lehrrettungswache (von links): Lars Lindemann, Wachleiter Marcel Offermann, DRK-​Geschäftsführer Marc Dietrich, Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke, Azubi Peter Antheck und Marc Zellerhoff, ärzt­li­cher Leiter des Rettungsdienstes. Archivfoto: M. Reuter/​Rhein-​Kreis Neuss
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