Rhein-​Kreis Neuss: Bienen lie­ben Wildblumenwiesen – Gemeinsam für den Insektenschutz

Rhein-​Kreis Neuss – Wer Bienen will, muss Wildwuchs zulas­sen – dies ist eine der vie­len Erkenntnisse beim ers­ten Ortstermin des „Aktionsbündnisses für Insekten“ in Kaarst.

Der Rhein-​Kreis Neuss hat die­ses Bündnis ins Leben geru­fen, um die Aktivitäten von Landwirten, Naturschutzverbänden, Privatinitiativen, Kleingärtnern und Schulen im Kreis zu koor­di­nie­ren“, sagte Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky beim Termin in Vorst mit der Kaarster Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus.

Landwirt Stefan Schwengers hatte die Teilnehmer über seine Wildblumenwiese am Vorster Ortsrand geführt, wo sich Insekten und Vögel beson­ders wohl füh­len. Schwengers will im Herbst eine mehr­jäh­rige Aussaat tes­ten und macht damit vie­les rich­tig, wie Ökologe Helmut Kessler vom Aktionsbündnis fest­stellte: „An den brau­nen Halmen der ver­welk­ten Pflanzen hängt die nächste Generation der Insekten. Wer seine Grünflächen immer sorg­sam mäht, wird keine nen­nens­wer­ten Erfolge beim Insektenschutz erzie­len.“ Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus und Kreisdezernent Karsten Mankowsky nah­men auch diese Botschaft mit und stell­ten die Bedeutung des Insektenschutzes nach vorne.

In Kaarst gibt es bereits eine Vielzahl von Initiativen für die Insekten. Dies wol­len wir als Stadt unter­stüt­zen und sind froh, dass der Kreis die Bemühungen nun bün­delt“, sagte Nienhaus. Das Aktionsbündnis ist ein Zusammenschluss von Kommunen, Imkern sowie Verbänden im Rhein-​Kreis Neuss und wird fach­lich beglei­tet. Die Ortstermine die­nen dazu, die unter­schied­li­chen Maßnahmen in den Städten auf­zu­lis­ten und von­ein­an­der zu ler­nen. „Wenn wir etwas errei­chen wol­len, müs­sen wir gemein­sam agie­ren“, sagte Karsten Mankowsky. Er hatte das Bündnis im Frühjahr initi­iert und will Ende des Jahres erste Ergebnisse prä­sen­tie­ren. 

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