Kreisumweltamt: Wasserentnahmen aus Flüssen und Bächen kön­nen Ökologie schaden

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Angesichts der anhal­ten­den Trockenheit hat das Umweltamt des Rhein-​Kreises Neuss dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Entnahme von Wasser aus Flüssen, Bächen, Gräben, Seen und Teichen mit Pumpen einer Erlaubnis bedarf.

Lediglich eine Entnahme mit soge­nann­ten Handgefäßen, also ohne maschi­nell betrie­bene Vorrichtung, ist grund­sätz­lich ohne das grüne Licht der Behörde mög­lich. Bereits der Rekordsommer 2018 war geprägt durch eine lang anhal­tende Trockenperiode und hohe Temperaturen. Nun besteht die Besorgnis, dass sich das Szenario des ver­gan­ge­nen Jahres wie­der­ho­len könnte. Niedrige Wasserstände oder gar ein Trockenfall bedeu­ten, dass die in den Gewässern leben­den Tiere und Pflanzen um ihr Überleben kämp­fen müs­sen. „Zusätzlich ver­schärft wird diese Situation durch die Entnahme von Wasser ins­be­son­dere zur Bewässerung von Zier- und Nutzflächen, die aktu­ell wie­der ver­stärkt zu beob­ach­ten ist“, so die Experten des Rhein-​Kreises Neuss.

Bei anhal­ten­der Trockenheit und som­mer­li­chen Temperaturen kön­nen auch gering­fü­gige pri­vate Wasserentnahmen nach­tei­lige Auswirkungen auf das öko­lo­gi­sche Gleichgewicht ins­be­son­dere klei­ne­rer Gewässer haben. Daher wer­den ent­spre­chende Erlaubnisse durch die Untere Wasserbehörde auch nicht in Aussicht gestellt. „Man sollte berück­sich­ti­gen, dass auf­grund des Wasserstands an einer Entnahmestelle nicht die gesamte Gewässersituation zu beur­tei­len ist. Die Wasserentnahme durch eine Vielzahl pri­va­ter Haushalte zur Gartenwässerung kann dazu füh­ren, dass etwa Bäche tro­cken fal­len bezie­hungs­weise die Wasserstände nicht mehr aus­rei­chen, um den Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu sichern“, heißt es.

Das Kreisumweltamt bat darum, das kühle Nass in jedem Fall so spar­sam wie mög­lich zu ver­wen­den. Die Gewässer wer­den ver­stärkt auf uner­laubte Entnahmen kon­trol­liert. Vorsorglich wie­sen die Fachleute dar­auf hin, dass Verstöße gegen was­ser­recht­li­che Vorschriften Ordnungswidrigkeiten dar­stel­len und mit Bußgeldern geahn­det wer­den können. 

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