Düsseldorf: Dubiose Kammerjäger stell­ten Wucherrechnung – Polizei ermittelt

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Robert Schilken, Herausgeber



Düsseldorf-​Bilk (ots) Was tun, wenn man ein Wespennest in sei­ner Wohnung ent­deckt? Diese Frage stell­ten sich am 25. Juli 2019 zwei 29 und 31 Jahre alte Düsseldorferinnen als sie ein sol­ches in ihrer Wohnung entdeckten. 

Die bei­den Frauen wand­ten sich in ihrer Not gegen 01.30 Uhr an den Notdienst einer Schädlingsbekämpfungsfirma. An deren Kontaktdaten gelang­ten die bei­den Frauen mit­tels Internetrecherche. Über eine Mobilfunknummer wurde der Auftrag durch die „Firma” ange­nom­men. Zwei Stunden spä­ter erschie­nen dann zwei „Kammerjäger” an der Wohnung der bei­den Geschädigten und besei­tig­ten das Wespennest.

Die Dauer der Arbeiten belief sich auf circa eine Stunde. Danach prä­sen­tier­ten die bei­den „Kammerjäger” den Frauen eine Rechnung in Höhe von über 4.000 Euro. Die bei­den Düsseldorferinnen über­wie­sen vor Ort einen Teilbetrag per Debitkarten, muss­ten aber noch gemein­sam mit den bei­den Kammerjägern zu ver­schie­de­nen Geldautomaten, um den Rest bar zu entrichten.

Am Folgetag erstat­te­ten die bei­den Frauen umge­hend Anzeige bei der Polizei Düsseldorf. Die Kriminalpolizei ermit­telt inzwi­schen unter ande­rem wegen des Verdachts des Wuchers. In die­sem Zusammenhang kön­nen fol­gende Tipps unnö­ti­gen Ärger vermeiden:

  • Achten Sie bei der Wahl des Anbieters auf ört­li­che Firmen, die einen mög­lichst kur­zen Anfahrtsweg haben. Ein Blick in das Impressum 
    einer Internetseite kann ein Anhaltspunkt sein.
  • Schildern Sie Ihr Problem mög­lichst genau am Telefon. Seriöse Firmen nen­nen Ihnen Anfahrtskosten und Stundensätze. Bitten Sie um einen münd­li­chen Kostenvoranschlag.
  • Lesen Sie sich vor­ge­legte Dokumente genau durch, bevor Sie etwas unterschreiben.
  • Lassen Sie sich eine detail­lierte Rechnung vor­le­gen aus der die ein­zel­nen Leistungsposten nach­voll­zieh­bar sind. Zahlen Sie nicht an der Haustür. Überweisen Sie den Rechnungsbetrag erst wenn Sie sich sicher sind, dass die­ser gerecht­fer­tigt ist.
  • Setzt Sie ein Mitarbeiter unter Druck, den Rechnungsbetrag sofort oder in bar zu zah­len, rufen Sie die Polizei.
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