Meerbusch: Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus – Betrüger waren erfolgreich

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch (ots) – Die Polizei im Rhein-​Kreis Neuss erhielt am Donnerstag (25.07.) den Hinweis auf einen betrü­ge­ri­schen Anruf, bei dem sich Unbekannte als Polizeibeamte ausgaben.

Dabei han­delt es sich nicht um Polizisten, son­dern um Betrüger, die die Kontaktierten in Angst und Schrecken ver­set­zen und dies für ihre Zwecke aus­nut­zen. Einer Anruferin gelang es am Nachmittag, gegen 14:00 Uhr, in einem Gespräch, eine über 70-​jährige Meerbuscherin dazu zu bewe­gen, ihrem angeb­li­chen „Kollegen” Bargeld und Schmuck zu über­ge­ben. Laut der Geschichte der Anruferin habe es in der ver­gan­ge­nen Zeit meh­rere Überfälle auf Senioren gegeben.

Nun habe man erfah­ren, dass den Übeltätern unter ande­rem auch die Daten der Frau bekannt sind und sie auf ihrer „Liste” steht. Um nicht Opfer der Verbrecherbande zu wer­den, könne ein Mitarbeiter das Hab und Gut abho­len kom­men, um es in Verwahrung zu neh­men. Wie ver­ab­re­det, hän­digte die Frau aus Meerbusch, gegen 21:00 Uhr am Dr. Franz-​Schütz-​Platz in Meerbusch, Bargeld und Schmuck einem wei­te­ren angeb­li­chen Polizeibeamten aus.

Dieser hatte sich ihr gegen­über mit dem zuvor mit dem „Leiter” ver­ein­bar­tem Kennwort zu erken­nen gege­ben. Anschließend ver­schwand der Mann, der ihr noch ver­si­cherte, dass ein Streifenwagen sie gleich abho­len würde, zu Fuß in Richtung Dorfstraße. Als der älte­ren Dame kurz nach der Übergabe berech­tigte Zweifel an der Angelegenheit kamen, offen­barte sie sich wenige Minuten spä­ter auf der Polizeiwache Meerbusch. Schnell stellte sich her­aus, dass sie Betrügern auf­ge­ses­sen war.

  • Vom Boten, der gebro­chen deutsch sprach, ist fol­gende Personenbeschreibung bekannt: unge­fähr 30 Jahre alt, etwa 180 Zentimeter groß, schwarze län­gere „wusche­lige” Haare, beklei­det mit einem wei­ßen T‑Shirt.

Die Ermittlungen im geschil­der­ten Fall über­nahm das Neusser Fachkommissariat. Die vom Anrufer behaup­te­ten Überfälle auf Senioren hat es nach Erkenntnissen der Polizei nicht gege­ben. Mögliche Hinweisgeber zu den Betrügern wer­den um einen Anruf bei der Polizei gebe­ten (Telefon 02131 3000).

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