Rhein-​Kreis Neuss: Kreis prüft Erweiterung der Jagdgenehmigung – Kanada-​Gänse kön­nen bereits bejagt werden

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Um das Dauerproblem der Gänsepopulation am „Jröne Meerke“ zu lösen, hat die Stadt Neuss beim Rhein-​Kreis Neuss im Juli einen Antrag zur Bejagung von Kanada- und Nilgänsen sowie zur Unfruchtbarmachung von Schneegans-​Gelegen gestellt. 

Wie die Untere Jagdbehörde des Kreises in einer ers­ten Stellungnahme erklärt, ist die Bejagung von Kanadagänsen auf­grund bestehen­der Genehmigungen bereits seit 2015 mög­lich. Eine Erweiterung um die Nilgans-​Bejagung werde ebenso geprüft wie die Reduzierung der Schneeganspopulation, was so erst durch das im März von der neuen Landesregierung geän­derte Jagdgesetz NRW mög­lich gewor­den ist.

Das Naherholungsgebiet „Jröne Meerke“ gilt als soge­nann­ter befrie­de­ter Bezirk. Die Untere Jagdbehörde kann jedoch Ausnahmen zur Bejagung gestat­ten. Die erfolg­ten in der Vergangenheit bereits für Wildenten, Wildkaninchen und Kanadagänse. Für Kanadagänse wurde im Februar 2015 die beschränkte Jagdausübung bis auf Widerruf gestat­tet. Dies erfolgte u. a. mit der Auflage um jähr­li­che Meldungen über die erleg­ten Tiere. Bisher lie­gen der Unteren Jagdbehörde dies­be­züg­lich aber keine Meldungen vor, so dass sie davon aus­geht, dass keine Jagdausübung auf Kanadagänse erfolgt ist. „Einer noch­ma­li­gen Erlaubniserteilung zur Bejagung von Kanadagänsen bedarf es jeden­falls nicht“, so die Kreisbehörde.

Eine Erlaubnis zur Bejagung von Nilgänsen werde unter beson­de­rer Berücksichtigung des Vergrämungseffektes geprüft. Für die Entscheidung zum Schneegans-​Antrag wurde die Stadt Neuss noch um Mitteilung gebe­ten, wie viele Gössel der Schneegans in den Jahren 2016 bis 2019 geschlüpft sind. Hintergrund ist, dass nach der Unteren Jagdbehörde vor­lie­gen­den Informationen des orts­an­säs­si­gen Angelvereins die Zahl der Schneegänse am Jröne Meerke sinkt. Kontinuierliche Bestandsdokumentationen sei­tens der Stadt lie­gen ihr jedoch noch nicht vor.

(75 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)