Neuss: Kirchliche Präsenz im Barbaraviertel aus­bauen – Kirche St. Barbara zukunfts­fä­hig machen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die katho­li­sche Kirche steht in Deutschland vor gro­ßen Herausforderungen. So auch in Neuss. Die Kirchengemeinde St. Marien stellt sich die­ser Tatsache und möchte die kirch­li­che Präsenz im Barbaraviertel noch ausbauen. 

Denn die Bevölkerung und die Herausforderungen haben sich hier in den letz­ten Jahren beson­ders stark gewan­delt. Ein ers­ter Schritt ist nun die Bewerbung zur Teilnahme am Projekt „Zukunft-​Kirchen-​Räume”. Dabei han­delt es sich um ein Kooperationsprojekt der Landesinitiative StadtBauKultur NRW, der Architektenkammer Nordrhein-​Westfalen und der Ingenieurkammer-​Bau Nordrhein-​Westfalen unter Mitwirkung der (Erz-)Bistümer und Landeskirchen in Nordrhein-​Westfalen und Unterstützung des M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW und der RWTH Aachen.

Ziel des Projektes ist es Kirchengebäude zu erhal­ten, anzu­pas­sen und gege­be­nen­falls umzu­nut­zen. Sollte die Bewerbung erfolg­reich sein, wer­den externe Experten die Gemeinde über meh­rere Monate inten­siv beglei­ten, ein eige­nes Zukunftskonzept für ihre Kirche zu erarbeiten. 

Als der Kirchenvorstand von dem Projektaufruf erfuhr, war schnell klar, dass er diese Chance nut­zen möchte. „Zum jet­zi­gen Zeitpunkt kön­nen wir selbst­be­stimmt agie­ren, ohne Druck von außen. Wir kön­nen in Ruhe ein Konzept zur künf­ti­gen Nutzung ent­wi­ckeln und unsere Ideen aktiv ein­brin­gen“, sagt Prof. Dr. Michael Hortmanns, geschäfts­füh­ren­der Vorsitzender des Kirchenvorstands St. Marien. Schnell wurde eine Projektgruppe gebil­det, die Fakten und erste Ideen zu einer Bewerbung zusam­men­ge­stellt hat.

Im Barbaraviertel sind wir mit der Kirche seit fast 90 Jahren prä­sent. Doch das Kirchengebäude ist für unsere Gottesdienstgemeinde alleine zu groß“, weiß Oberpfarrer Msgr. Guido Assmann. „Aber wir sind uns unse­rer kirch­li­chen Verantwortung bewusst und wol­len den Stadtteil kei­nes­falls ver­las­sen. Es gibt einen gro­ßen Bedarf an sozia­lem Engagement. Dieser Aufgabe wol­len wir uns gerne stellen.“

Wie groß der Bedarf im Viertel ins­ge­samt ist, weiß Gemeindemitglied Thomas Kaumanns: „Die Sozialstatistik der Stadt Neuss weist für das Barbaraviertel geringe Einkommen, viele Bezieher von Sozialleistungen, viele über­schul­dete Verbraucher und einen hohen Migrantenanteil aus.“ Insofern besteht dort ein erhöh­ter Bedarf an sozia­len Dienstleistungen.

Die zukünf­tige Nutzung des Kirchengebäudes neben der Feier des Gottesdienstes ist im Moment noch völ­lig offen. Eine Konkretisierung für nach­hal­tige, umsetz­bare und vor allem finan­zier­bare Ideen soll das Projekt lie­fern. An die­sem Prozess sol­len nicht nur die Mitglieder der Projektgruppe, son­dern nach einer Startphase auch inter­es­sierte Gemeindemitglieder und Bürger aus dem Barbaraviertel in ange­mes­se­ner Form betei­ligt werden.

Werden diese Ideen Wirklichkeit, dürfte St. Barbara eine der ers­ten Kirchen in Neuss sein, die ein Zukunftskonzept umsetzt. Die Bekanntgabe der aus­ge­wähl­ten Projekte erfolgt im September 2019.

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