Dormagen: Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ – Horrem und Hackenbroich pro­fi­tie­ren

Dormagen – Insgesamt 1,218 Millionen Euro hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-​Westfalen aus der Städtebauförderung und dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ für die Stadt Dormagen geneh­migt. Das Geld soll in Projekte in Horrem und Hackenbroich flie­ßen.

In Horrem sol­len Projekte der „Sozialen Stadt“ mit ins­ge­samt 858.000 Euro geför­dert wer­den. Neben der Neugestaltung des Wohnumfeldes Bürgerpark geht es auch um den Wettbewerb Neue Mitte Horrem – Knechtstedener Straße und den Verfügungsfonds für bewoh­ner­ge­tra­gene Projekte. Der neu geplante Bürgerpark soll künf­tig zu meh­re­ren Seiten geöff­net wer­den. Durch die Neugestaltung von Spiel- und Freizeitflächen sowie bes­se­rer Beleuchtung soll der Park für alle Altersgruppen attrak­ti­ver gemacht wer­den.

Ebenfalls neu gestal­tet wer­den soll der Bereich an der Knechtstedener Straße. Außerdem wer­den bereits seit 2014 klei­nere Projekte von Vereinen und Initiativen mit ins­ge­samt 10.000 Euro jähr­lich aus dem Verfügungsfonds rea­li­siert. Dadurch wur­den viel­fäl­tige Angebote im Sport‑, Kultur- und Sozialbereich für Kinder und Jugendliche geför­dert. Der Verfügungsfonds wurde nun bis 2021 ver­län­gert.

Mit dem Fördergeldern kön­nen wir wei­tere Maßnahmen zur Aufwertung des Stadtteils ange­hen“, sagt Kerstin Belitz, Leiterin der Stabsstelle Soziale Stadt. „Zusammen mit der Baugenossenschaft Dormagen wer­den wir die Grünfläche am alten Friedhof zu einem Bürgerpark neu gestal­ten und die umlie­gen­den Privatflächen auf­wer­ten. Auch die Neugestaltung der Knechtstedener Straße kön­nen wir nun in Angriff neh­men. Die Vorschläge von drei Planungsbüros wer­den wir noch in die­sem Jahr mit den Bürgerinnen und Bürgern dis­ku­tie­ren.

Auch Hackenbroich pro­fi­tiert von den bereit­ge­stell­ten Fördermitteln. Rund 360.000 Euro stellt die Landesregierung zur Verfügung, um die Errichtung eines Multifunktionsgebäudes beim TuS Hackenbroich mit­zu­fi­nan­zie­ren. Dabei geht es maß­geb­lich um Gesundheits- und Sportangebote für alle Generationen sowie die Erweiterung der Sprach- und Integrationsförderung. Das neue Multifunktionsgebäude soll eine Vielzahl an Angeboten unter einem Dach ver­ei­nen: Etwa wird eine Integration von Flüchtlingen, Menschen mit Migrationshintergrund und sozial Benachteiligten mit spe­zi­el­len Sportangeboten, Hausaufgabenbetreuung und Sprachförderung ange­strebt. Auch der Seniorensport und die Seniorentherapie sol­len erwei­tert wer­den. Das Multifunktionsgebäude bie­tet zudem auch Raum für nach­hal­ti­ges, ehren­amt­li­ches Engagement sowie die Zusammenarbeit mit den loka­len Vereinen und Institutionen.

Wir freuen uns außer­or­dent­lich, dass der Förderantrag, den der TuS Hackenbroich gemein­sam mit dem Sportservice aus­ge­ar­bei­tet hat, erfolg­reich war und das Multifunktionsgebäude nun umge­setzt wer­den kann“, sagt André Heryschek, Vorsitzender des TuS Hackenbroich. „Wir dan­ken Politik und Stadtverwaltung für ihre Unterstützung. Mit die­sem Baustein kön­nen wir unsere Angebote im Kinder- und Jugendbereich aus­bauen, wei­tere Ideen der Gesundheitsförderung umset­zen und uns noch stär­ker im Bereich der Sportangebote für Frauen und Senioren enga­gie­ren.“

Swen Möser, Leiter des Sportservice, der die Federführung für das Verfahren hatte, ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir jetzt die Zusage für die Förderung des Multifunktionsgebäudes erhal­ten haben. So kön­nen wir einen wei­te­ren wich­ti­gen Beitrag zur sozia­len Integration im Quartier leis­ten.“ 

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