Grevenbroich: Zeugen mel­den ver­däch­ti­gen Autofahrer – Fahrer stand unter Drogeneinfluss – Softairwaffe

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich, Neuss (ots) Am spä­ten Mittwochabend (17.07.), gegen 23:50 Uhr, erhielt die Polizei Kenntnis von einem ver­däch­ti­gen Autofahrer. Zeugen, die auf der Bundesstraße 477 hin­ter einem VW unter­wegs waren, wun­der­ten sich über des­sen auf­fäl­lige Fahrweise. 

Der Lenker fuhr deut­lich zu lang­sam und teil­weise mit­tig der Straße. Vom Ansatz, den Wagen zu über­ho­len, lie­ßen die Zeugen schnell wie­der ab, da der bis dato Unbekannte plötz­lich eine Waffe aus dem Fenster geschwenkt haben soll. Daraufhin infor­mier­ten sie tele­fo­nisch die Polizei und gaben wei­ter­hin ihren Standpunkt durch.

Auf der Landstraße 142, In Höhe Kreuzung „Jägerhof”, über­prüf­ten Ordnungshüter den 27-​jährigen Autofahrer aus Grevenbroich. Im Auto ent­deck­ten die Polizisten tat­säch­lich eine Softairwaffe. Die Waffe stell­ten die Einsatzkräfte sicher. Dabei han­delte es sich um eine Pistole, die einer ech­ten Schusswaffe täu­schend ähn­lich sieht. Ein Drogenvortest bestä­tigte außer­dem, dass der Fahrer womög­lich unter dem Einfluss berau­schen­der Mittel stand. Auf der Polizeiwache ent­nahm ein Arzt die not­wen­dig gewor­dene Blutprobe. Zu guter Letzt stell­ten die Beamten noch ein Cliptütchen Cannabis beim 27-​Jährigen sicher.

Die Polizei macht auf die Gefahren auf­merk­sam, die das Mitführen von Anscheinswaffen mit sich bringt. Diese Imitate sind nicht sofort als „Spielzeugwaffen” zu erken­nen. Die Polizei muss im Einsatz zunächst davon aus­ge­hen, dass es sich um echte und somit gefähr­li­che Waffen han­delt. Zum Eigenschutz und zum Schutz der Bevölkerung müs­sen Beamte ent­spre­chend reagie­ren. So kann aus dem ver­bo­te­nen, „spie­le­ri­schen” Umgang schnell töd­li­cher Ernst wer­den. Alleine das Mitführen einer sol­chen Waffe in der Öffentlichkeit ist nach dem Waffengesetz verboten.

Den 27-​Jährigen erwar­tet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Mit Änderung des Waffengesetzes zum 01.04.2008 zäh­len die Softairwaffen zu den soge­nann­ten Anscheinswaffen. Anscheinswaffen sind Schusswaffen, die ihrer äuße­ren Form nach im Gesamterscheinungsbild wie Feuerwaffen aus­se­hen und bei denen zum Antrieb der Geschosse keine hei­ßen Gase ver­wen­det wer­den (soge­nannte Softairwaffen bis 0,5 Joule).

Diese Anscheinswaffen dür­fen nicht in der Öffentlichkeit geführt wer­den. Ein Verstoß gegen die­ses Verbot stellt eine Ordnungswidrigkeit nach dem Waffengesetz dar. Die Anscheinswaffe wird nach dem Gesetz als Einziehungsgegenstand behan­delt, so dass der Grevenbroicher diese nicht mehr zurück­er­hal­ten wird.

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