Kaarster gegen Fluglärm: Zahl der Verstöße gegen Betriebsgenehmigung nimmt wie­der zu

Kaarst – Nach einem Rückgang der nächt­li­chen Landungen am Flughafen Düsseldorf in den ers­ten Monaten des Jahres, hat die Zahl der Flugbewegungen außer­halb der Betriebszeiten im Juni wie­der deut­lich zuge­nom­men.

Zu die­sem Ergebnis kommt die Auswertung des Vereins „Kaarster gegen Fluglärm“ für das erste Halbjahr. Danach seien im Juni 294 Starts und Landungen außer­halb der Betriebszeit fest­ge­stellt wor­den. Starts nach 22 Uhr und Landungen nach 23 Uhr sieht die Betriebsgenehmigung nicht vor.

Sie erfol­gen auf­grund einer Sonderregelung, die das Verkehrsministerium den Airlines ein­räume. „Die Junizahlen stel­len gegen­über Mai fast eine Verdoppelung dar, obwohl die Zahl der Flugbewegungen gerin­ger als im Vormonat war. In jeder Nacht wurde ca. zehn Mal gegen die Betriebsgenehmigung ver­sto­ßen,“ so der Vorsitzende des Vereins Werner Kindsmüller.

Bezogen auf das erste Halbjahr lag die Zahl der Verstöße zwar noch unter dem Spitzenjahr 2018, aber über den Vorjahren. „Die Extreme des Jahres 2018 zu besei­ti­gen, reicht nicht aus,“ so Kindsmüller. „Der Verkehrsminister muss auf alle Beteiligten Druck aus­üben, damit end­lich die Betriebszeiten ein­ge­hal­ten wer­den.“

Zwar habe sich das Verhalten von Eurowings gebes­sert, dafür wür­den aber nun andere Fluggesellschaften häu­fi­ger nach 23 Uhr lan­den. Insbesondere die Zahl der Verstöße durch TUI, Condor, Ryanair und LaudaMotion seien zahl­rei­cher gewor­den.

Verantwortung für die vie­len Verspätungen trage auch der Flughafen Düsseldorf, der nach Angaben des Vereins immer unpünkt­li­cher werde. Während die Pünktlichkeit bei den Landungen mit 78% gut sei, star­te­ten nur 33% aller Flüge pünkt­lich. „Dies zeigt, dass der Flughafen es auch im drit­ten Sommer nicht geschafft hat, seine orga­ni­sa­to­ri­schen Probleme in den Griff zu bekom­men,“ so Kindsmüller.

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